Tata Nano

Tata baut neue Nano-Fabrik

— 06.10.2008

Autobauer fürchtet Bauern

Tata-Chef Ratan Tata gibt klein bei: Nach massiven Protesten von Bauern gegen die Fabrik zur Produktion des Kleinstwagens Nano will er jetzt woanders produzieren. Das kostet Zeit und Millionen.

Das "billigste Auto der Welt" kommt mit Verspätung. Ursprünglich sollte die Produktion des Tata Nano in diesen Tagen im indischen Westbengalen beginnen, doch zahlreiche Kleinbauern forderten höhere Entschädigungen für ihr Land und bedrohten immer wieder massiv die Baustelle des neuen Werkes. Die Bauarbeiten konnten teilweise nur unter Polizeischutz fortgesetzt werden, im September stoppte Tata den Bau. Jetzt rudert Konzernchef Ratan Tata endgültig zurück und will kurzerhand ein neues Werk an einem anderen Standort bauen, nachdem das Unternehmen bereits umgerechnet 230 Millionen Euro investiert hatte. Noch kürzlich hatte Tata erklärt, die Produktion werde pünktlich beginnen.

Jetzt wird der Nano, der zum Preis von 100.000 Rupien (derzeit 1550 Euro) das billigste Auto der Welt werden soll, definitiv später als erwartet den indischen Markt erobern. Die Verzögerung kratzt nicht nur am Image des Unternehmers, sondern kommt den Konzern auch teuer zu stehen. Von der Entscheidung ist nicht nur Tata direkt betroffen, sondern auch diverse Zulieferer, die in Singur im Umfeld des geplanten Werkes Millionen investiert haben.

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