Taxifahrer-Gewerkschaft

— 08.11.2012

Taxifahrer fordern Mindestlohn

Mit der Gründung einer Interessenvertretung wollen norddeutsche Taxifahrer für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Vor allem fordern sie einen Mindestlohn.

Gegen schlechte Bezahlung und zu lange Arbeitszeiten wehren sich jetzt die Taxifahrer: In Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein gründen sie derzeit die erste Fahrerorganisation innerhalb der Gewerkschaft Verdi. "Das ist nicht einfach", erklärt Initiator Jörn Napp, "denn das Gewerbe ist ein Flickenteppich, bei dem jeder für sich selbst fährt." Napps erste Forderung: die Einführung eines Mindestlohns für Taxifahrer.

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Hintergrund: 14 bis 16 Stunden hinterm Steuer und ein Verdienst von fünf Euro die Stunde – inklusive Trinkgeld – sind keine Seltenheit. Ansprüche auf Lohnfortzahlungen im Urlaubs- oder Krankheitsfall werden oft mit wenigen Prozenten mehr Anteil am Umsatz abgegolten. Laut Paragraf drei des Fahrpersonalgesetzes sind zwar gerade Akkordlöhne illegal, aber häufige duldete Praxis. Was meinen Sie: Brauchen unsere Taxifahrer eine Gewerkschaft? Stimmen Sie auf der rechten Seite ab.

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Kommentare zum Artikel (3)

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eastsidemotors
17.02.2013, 20:12Uhr

Ich finde es richtig faire Löhne zu zahlen aber es muß im Rahmen bleiben..
Damit meine ich wenn ein Fahrer 2000 einfährt kann er nicht 1500 Brutto erhalten.
Und Fahrer die, wie im Artikel beschrieben 14 bis 16 Stunden arbeiten halt ich Persönlich
für naiv den das geht gar nicht da es ja Gewerbeausicht und andere Institutionen gibt die dies kontrollieren.
Meine Frau ist selbst Taxiunternehmerin und ihre Fahrer arbeiten 8 bis 9 Stunden am Tag
und bekommen auch Urlaubsgeld.
Also wenn man sich als Fahrer ausnehmen lässt ist man selbst schuld, wenn dies nicht passt der kann sich ja auch was anderes suchen, oder zum Amt gehen da hat er auf jeden Fall mehr als was ich aus diesem Bericht entnehme.

Jörn Napp
11.11.2012, 12:25Uhr

Der geforderte Mindestlohn gilt natürlich FÜR ALLE ANGESTELLTEN Taxifahrer! WIR machen 85% der Arbeit und werden mit Hungerlöhnen abgespeist, während Großunternehmer einen Wagen nach dem anderen auf die Straße stellen, die sie natürlich besetzen wollen, egal, ob diese Wagen und die Fahrer gebraucht werden! Wenn man von seinem Einkommen nicht mehr leben kann, muß sich etwas ändern! Alle haben sich viel zu sehr daran gewöhnt, daß wir Kutscher so etwas wie Halbsklaven sind, die man gerne rumkommandiert, dafür aber mit Allmosen abspeist! Wir haben es satt! Wir werden das ändern!

smartaaron
09.11.2012, 11:12Uhr

Wer bitte, soll denn den Mindestlohn für all die selbstständigen Taxifahrer bezahlen?? Etwa die Bundesagentur für Arbeit? Ein Mindestlohn ist vielleicht für angestellte Taxifahrer durchzusetzen, die aber meist in der Unterzahl sind.

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