Tazzari Zero

— 04.02.2009

Italo-Smart auf Strom

Der italienische Industrie-Gigant Tazzari zeigt im Internet ein kleines Elektroauto. Der freche, farbige Zero hat eine eigene Website und soll noch 2009 auf den Markt rollen.
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Von Stephan Bähnisch Der Smart fortwo hat in Italien viele Freunde, Rom gilt gar als europäische Hauptstadt für den City-Flitzer. Grund genug für den italienischen Mischkonzern Tazzari, mit einer noch radikaleren Lösung dagegen zu halten. Die heißt schlicht Zero und soll noch in diesem Jahr rein elektrisch zu einem gerade entstehenden Händlernetz rollen. Tazzari mit Sitz in Imola ist sonst eher fürs Grobe zustädig, fertigt Maschinen und gießt Aluminium. Der Zero hingegen setzt auf eine filigrane Technik, der 2,89 Meter lange und 1,40 Meter hohe Zweisitzer wiegt dank Alu-Chassis gerade mal 542 Kilo.

Durch das steil abfallende Dach und das kurze Heck wirkt der Zero etwas pummelig.
Durch das steil abfallende Dach und das kurze Heck wirkt der Zero etwas pummelig.
Den Antrieb übernimmt ein von Lithium-Ionen-Akkus auf 20 PS gebrachtes Elektromotörchen, das mittig verbaut wurde. Das soll für maximal 90 km/h Spitze und bis zu 140 Kilometer Reichweite sorgen. Für den City-Betrieb wird selbst das reichen, immerhin schafft der Zero Tempo 50 in fünf Sekunden, das Drehmoment liegt mit 150 Newtonmetern höher als bei vielen kleinen Benzinern. In neun Stunden sind die Akkus an einer handelsüblichen Steckdose wieder voll. Ist Drehstrom verfügbar, dauert die Fütterung gar nur eine Stunde. Dabei kostet ein Ladevorgang laut Tazzari gerade einmal zwei Euro. Wegen des mittig verbauten Motors stehen zwei Staufächer zur Verfügung, die zusammen 160 Liter schlucken.
Der Tazzari Zero kommt noch vor dem Elektro-Smart auf den Markt
Smart-Schreck: Nach bravem City-Stromer sieht der Zero nicht aus.
Smart-Schreck: Nach bravem City-Stromer sieht der Zero nicht aus.
Insgesamt kann der Fahrer zwischen vier Fahrprogrammen wählen, von "Economy" für maximale Reichweite über "Rain" für glatte Straßen und "Standard" für den Normalbetrieb bis hin zu "Race" für sportliche Naturen. Dass die Italiener es ernst meinen, zeigt die Website, auf der sich Interessenten bereits jetzt ihren Zero konfigurieren können. Dabei stehen nicht nur zwölf peppige Farben zur Wahl, sondern auch 15-Zoll-Alus in verschiedenen Farben, ein Hubdach, ein CD-Radio oder Ledersitze. Gemeinsam mit dem frechen Design mit breiten Radkästen und dem kuppelartigen Dach könnte der Zero den Nerv Zeit treffen. Wenn nur nicht das Pummelheck wäre. Eine erste Hausmarke beim Preis gibt es auch schon: Unter 20.000 Euro soll der Tazzari Zero kosten. Und er kommt, wenn die Italiener ihr Versprechen halten, noch vor dem Elektro-Smart, der derzeit in Feldversuchen erprobt wird.
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