TechArt GTstreet

TechArt GTstreet TechArt GTstreet

TechArt GTstreet

— 04.07.2007

Boxer-Party 2.0

TechArt setzt der Konkurrenz den Nachfolger des 2001'er GTstreet vor die Nase. Auf Basis des Porsche Turbo der Modellreihe 997 entsteht ein 630-PS-Packet mit sagenhaften Fahrleistungen.

Bei Fans steht seit jeher fest: Es gibt Supersportwagen, und es gibt Porsche. Charismatischer kann Unvernuft nicht zur Schau gestellt werden. 1963 präsentieren die schwäbischen Sportwagenbauer ihren Typ 901, Nachfolger des 356, und definieren so den Begriff eines reinrassigen, straßenzugelassenen Sportwagens völlig neu. Aufgrund einer ähnlichen Typenbezeichung bei Peugeot müssen die Zuffenhauser ihren 901 jedoch in 911 umbenennen. Trotzdem war es der Anfang einer großen Karriere. Porsche-Spezialist TechArt umgeht derartige Hürden: Jedes Fahrzeug, das die Werkshallen in Leonberg verlässt, darf sich von da an TechArt nennen und trägt wie der GTstreet eine eigene Typenbezeichnung im Namen. Bevor es ans Eingemachte geht, ein lohnender Blick auf die Aerodynamik des GTstreet: Trickreichste Spielerei – allerdings mit hohem Effizienzwert – ist der ausziehbare Carbon-Spiltter an der neuen Frontschürze. Das geformte Schwert aus hochfestem Material erhöht bei hohen Geschwindigkeiten den Abtrieb an der Voderachse.

Hochleistungsauspuffanlage sorgt für Power-Sound

Knackarsch: Hübscher lassen sich 630 PS wohl kaum verpacken?!

Große Lufteinlässe rechts und links integrieren Tagfahrlicht und Nebelscheinwerfer; wirken dadurch nicht einfach nur zweckmäißg und plump, sondern schmeicheln dem Auge durch ideenreiche Umsetzung. Der GTstreet wurde an den vorderen Kotflügeln um je 10 mm verbreitert, und bekam Luftauslässe die eine optimale Entlüftung der Bremsen garantieren. Ähnliche Aussparungen sind an den Seitwänden zu finden, eine geeignte Stelle um den Motor und die Ladeluftkühler mit Zusatzluft zu versorgen. Passend zur aggressiven Front versehen die Profis von TechArt den Wagen mit neu konturierten Seitenschwellern, die optisch in Richtung Heck auslaufen, und für Spannung im Profil sorgen. Beim Thema Spannung muss im selben Atemzug das Kunstheck des Sportlers genannt werden. Untypisch fürs schwäbische Gemüt, wird hier so überhaupt nicht mit Reizen gegeizt. Dank propperen Formen und volumigem Spoiler wirkt die Rückansicht satt, harmonisch und durch und durch Selbstbewusst. Nicht zuletzt durch vier massige Endrohre einer Hochleistungsauspuffanlage. Den letzten Feinschliff erhält der GTstreet durch einen funktionalen Dachspoiler, der die Anströmung des Heckflügels optimiert, sowie durch TechArt Spiegelkappen und Scheinwerferblenden.

Spitzen-Tuning für 245.000 Euro

Bei TechArt zählen auch innere Werte: Leder und CarboBlack-Optik.

Geradezu märchenhaft lassen sich die Änderungen am Herzstück des 997 bezeichnen. Das 6-Zylinder-Boxer-Aggregat wird mit zwei Turboladern, einer Airbox mit Sportluftfilter, Hochleistungskatalysatoren und geändertem Motormanagement regelrecht aufgeblasen: 630 PS (Serie 480 PS) und 820 Nm (Serie 620) stehen am Ende auf dem Datenblatt des GTstreet. Durch eine zusätzliche Schaltwegeverkürzung erreícht der 911'er Tempo 100 in sage und schreibe 3,2 Sekunden – 200 km/h stehen bereits nach 10,9 Sekunden auf dem Tachometer. Ohne Zweifel: Der GTstreet Baujahr 2007 zählt damit zu den schnellsten Sportwagen der Welt. Handfest sind neben den technischen Daten, den überzeugenden Fahrleistungen und der athletischen Optik die Beschaffungskosten eines TechArt GTstreet. 245.000 Euro muss einem dies exklusive Vergnügen wert sein. Dafür bekommt man allerdings einen Supersportler, der so ziemlich alles in den Sack steckt, was oberhalb der der magischen 600-PS-Schwelle räubert.

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