Technik

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— 07.08.2003

Die Stotterbremse wird 25

Ohne das Antiblockiersystem (ABS) wird heute keine moderne Limousine mehr ausgeliefert. Vor 25 Jahren begann die Serienproduktion.

Schon zu Beginn des automobilen Zeitalters dachten die Ingenieure darüber nach, wie sich blockierende Räder verhindern lassen. Schnell hatten die Experten festgestellt, dass auch eine noch so gute Bremswirkung immer einen Nachteil hat – der Wagen lässt sich bei einer Vollbremsung nicht mehr lenken und die Räder leiden erheblich.

Auch Bosch meldete bereits 1936 ein Patent für eine "Vorrichtung zum Verhüten des Festbremsens der Räder eines Kraftfahrzeugs" an. Doch erst mit der leistungsfähigen Digitaltechnik ließ sich ein schnelles und zuverlässiges System entwickeln. Das nannte Bosch ABS 2. Der Vorgänger beinhaltete zwar bereits alle wichtigen Komponenten, war aber mit seinen rund 1000 analogen Bauteilen und Sicherheitsschaltungen noch nicht haltbar genug. Erst die zweite Generation ging in Serie, zuerst als Sonderausstattung in der Mercedes-Benz S-Klasse und danach im BMW 7er.

Damals wie heute ist die zentrale Komponente eines ABS-Systems das Hydraulikaggregat. Über einen Raddrehzahlfühler registriert das Steuergerät, wann ein Rad bei starkem Bremsen zu blockieren droht. Dann wird der Bremsdruck automatisch reduziert, bis das Rad wieder frei rollt. Der Druck wird wieder erhöht, und das Spiel beginnt von neuem – der Fahrer spürt das Auf und Ab des Bremsdrucks als "Pulsieren" im Bremspedal.

Das Plus an Sicherheit im Auto führten allen Hersteller sukzessive ein, bereits 1999 lieferte Bosch das 50-millionste System aus. Im Jahr 2001 führte Bosch mit dem ABS 8 die aktuelle Version ein. Sie ist modular aufgebaut, sodass sich die Bremsregelsysteme in den verschiedenen Ausbaustufen ABS, ASR und ESP auf ähnliche Weise realisieren lassen.

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