Telefonieren im Auto

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Telefonieren im Auto

— 26.02.2002

Handy am Steuer - das wird teuer

Seit 1. Februar 2001 ist das Telefonieren am Steuer nur noch mit Freisprechanlage erlaubt. Der Grund: Immer wieder verunglücken Quasselstrippen während der Fahrt.

Handy weg vom Steuer!

Für Telefon-Strippen am Steuer wird's eng. Seit Februar 2001 ist Autofahren mit Handy am Ohr verboten. Auch wer mit laufendem Motor vor einer Ampel, im Stau oder im Stop-and-go-Verkehr steht, darf nicht zum Mobiltelefon greifen. Für fahrende Fern-Sprecher gibt es eine letzte Gnadenfrist: Bis zum 31. März werden sie nur verwarnt. Erst vom 1. April an darf die Polizei zur Kasse bitten, pro Verstoß 60 Mark kassieren.

Hintergrund des Verbots: Wer beim Fahren das Ohr am Handy hat, wird laut Gesetzgeber stark abgelenkt, kann bei Gefahr nicht richtig reagieren. Folge: Die Unfallgefahr steigt. Und es bleibt nicht bei harmlosen Blechschäden oder kleineren Auffahrunfällen: Nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums starben 1996 zwanzig Menschen auf Deutschlands Straßen, weil ein Autotelefonierer den Unfall verursacht hatte. Rund 500 wurden zum Teil schwer verletzt. Deshalb gibt es für uneinsichtige Auto-Telefonierer kein Pardon: Mit "Ich hab mich nur am Kopf gekratzt" kommt gegenüber der Polizei keiner durch. Im Streitfall darf der Schutzmann das Handy sogar beschlagnahmen - zur Beweissicherung. Denn dank des Nummernspeichers im Mobiltelefon kann in einem Gerichtsverfahren genau festgestellt werden, mit wem der Autofahrer wann gesprochen hat.

Doch auch so hat er im Prozess schlechte Karten, selbst wenn Aussage gegen Aussage steht. "Da wird letztlich der Augenschein des Polizisten den Ausschlag geben, ebenso wie bei der Gurtpflicht", sagt Christian Döhler vom ADAC. Sprich: Wenn der Polizist sagt, er habe ein Telefon am Ohr gesehen, dann war es so. Denn während sich der beschuldigte Autofahrer mit seiner Aussage nicht belasten muss und im Grunde genommen sogar lügen darf, ist ein Polizist als Amtsperson im Zeugenstand zur Wahrheit verpflichtet. Seine Aussage wiegt deshalb vor Gericht schwerer. Bei den Versicherern stehen die Ampeln für Handys am Steuer schon länger auf Rot: Die Haftpflichtversicherung kann ihr Mitglied an den Reparaturkosten des Unfallgegners mit bis zu 5000 Mark beteiligen. Die Kaskoversicherung darf die Bezahlung des eigenen Schadens sogar komplett verweigern (OLG Köln 9 U 433/00). Deshalb also: Handy weg vom Steuer!

Wie gut sind Freisprech-Systeme?

1. Einfachste Lösung mit Ohrhörer, Mikrofon und Kabel zum Handy

Vorteile Preiswert (20 bis 120 Mark) und einfach zu bedienen • keine Montage, daher ideal bei häufigem Fahrzeugwechsel • Sprachübertragung direkt ins Ohr, ideal in lauten Fahrzeugen. Nachteile Zusatzfunktionen, externe Anschlüsse für Antenne (empfehlenswert wegen Strahlung) oder Laden des Handy-Akkus fehlen meist • keine Handy-Halterung: Mobiltelefon liegt im Auto oder steckt in der Kleidung, darum erhöhte Gfahr bei Unfällen • Kabel im Arm- oder Kopfbereich können stören, ebenso die einseitige Ablenkung während des Gesprächs.

2. Geräte mit einfacher Montage und Stromversorgung über den Zigarettenanzünder

Vorteile günstiger als Festeinbauten (50 bis 300 Mark) • einfache Montage, daher kaum Probleme bei Auto- oder Handywechsel • Stromversorgung erfolgt über den Zigarettenanzünder des Autos. Nachteile meist keine externen Anschlüsse für Antenne oder Ladegerät • weniger Zusatzfunktionen • Sprachqualität nicht immer optimal •Kabelsalat am Amaturenbrett • Teilweise umständliche Steckverbindung zum Handy.

3. Mit der Autoelektronik verbunden oder als Radio-Telefon-Kombi (bis 700 Mark)

Vorteile Optimale Gesprächsqualität • Automatische Gesprächsannahme möglich • Radio-Stummschaltung ebenfalls • Handy-Halterung mit Ladefunktion • Kabel unsichtbar verlegt (kein Stolpern oder Kabelsalat) • meist mit Sprachsteuerung • Die Sprachsteuerung macht die Bedienung von Hand überflüssig. Die Hände bleiben am Steuer. Ausnahme: Die Sprachsteuerung wird durch Knopf neben dem Schalthebel aktiviert • Anwahl der Teilnehmers auch auf Zuruf des Namens • Anwahl der Teilnehmers auch auf Zuruf des Namens. Nachteile Vorgegebene Wahl- und Bedienungsbefehle müssen gelernt, das Nummernverzeichnis erst umständlich aufgesprochen werden • teuer (ab 700 Mark) • Vorgegebene Wahl- und Bedienungsbefehle müssen gelernt, das Nummernverzeichnis erst umständlich aufgesprochen werden.

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