Tesla Model S als Taxi Montage

Tesla: Fabrik für billigere Akkus

— 04.09.2014

Gigafabrik soll nach Nevada

Die Elektroautos von Tesla sind ein teures Vergnügen – nicht zuletzt, weil die Akkus so kostspielig sind. Um das zu ändern, plant der E-Autobauer eine gigantische Batteriefabrik – und zwar im Wüstenstaat Nevada.

(dpa/brü) Um Elektroautos erschwinglicher zu machen, plant der kalifornische Hersteller Tesla den Bau einer riesigen Batteriefabrik mit 6500 Beschäftigten. Das Werk soll bis zum Jahr 2020 eine größere Anzahl der benötigten Lithium-Ionen-Akkus produzieren als alle heutigen Fabriken zusammen. Wie das Unternehmen inzwischen bestätigte, hat der US-Bundesstaat Nevada den Zuschlag für das gigantische Projekt erhalten. Mithilfe der Fabrik sollen die Autoverkäufe von zuletzt 22.500 im Jahr auf eine halbe Million hochgeschraubt werden. Geht alles glatt, soll die Produktion 2017 anlaufen – passend für den Start des neuen Massenmodells Model 3. Das Autowerk von Tesla steht in Fremont in Kalifornien, die Firmenzentrale ist in Palo Alto im Silicon Valley.

Im Tesla Model S von Amsterdam nach München

Tesla Model S: Von Amsterdam nach München Tesla Model S: Von Amsterdam nach München Tesla Model S: Von Amsterdam nach München
Tesla will zwei Milliarden Dollar (1,5 Mrd. Euro) in die sogenannte Gigafactory stecken, insgesamt soll sie vier bis fünf Milliarden Dollar kosten. Zur Realisierung hat sich Tesla Berichten zufolge den japanischen Elektronikkonzern Panasonic, der schon jetzt Batterien zuliefert, ins Boot geholt. Tesla feiert derzeit Verkaufserfolge mit seiner mindestens 65.000 Euro teuren Elektrolimousine Model S. In drei Jahren ist ein günstigeres Modell für den Massenmarkt geplant. Um den Gesamtpreis zu drücken, müssen aber vor allem die Batterien billiger werden. Die neue Fabrik soll die Kosten pro Kilowattstunde um mehr als 30 Prozent senken. Lithium-Ionen-Akkus werden auch in Handys, Tablet-Computern oder Notebooks eingebaut.

Hochfliegende Pläne vom Tesla-Chef

Tesla-Gründer Elon Musk plant im Westen der USA eine gigantische Batteriefabrik.

Hinter den hochfliegenden Plänen steckt Multi-Unternehmer Elon Musk. Er war einer der Gründer des Internet-Bezahldienstes PayPal, hat mit seinem Unternehmen SpaceX den privaten Raumfrachter "Dragon” zur Internationalen Raumstation ISS geschickt, mischt bei der Solarfirma SolarCity mit und will mit dem superschnellen Transportmittel "Hyperloop" die US-Metropolen San Francisco und Los Angeles in 35 Minuten verbinden. Musk gründete auch den Autobauer Tesla und fungiert als dessen Chef. 

Musk sammelt Kapital ein

Tesla hat die Finanzierung des Vorhabens schon in Angriff genommen. Das Unternehmen kündigte an, über Wandelanleihen bis zu 1,84 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt einzusammeln. Tesla ist derzeit Liebling der Börsianer. Die Aktie hat sich binnen eines Jahres im Wert versiebenfacht. Nach Bekanntgabe der Gigafactory-Pläne in Nevada stieg das Papier zwischenzeitlich an der New Yorker Börse auf einen Rekordwert von 285 Dollar.

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Luxuslimousine

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