Tesla Model 3 (2017): Produktion

Tesla: Kapitalerhöhung

— 19.05.2016

Milliardenspritze fürs Model 3

Der Boom beim Model 3 hat Folgen: Tesla will schon 2020 eine Million E-Autos bauen. Dazu beschafft sich der US-Konzern reichlich frisches Kapital.

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(dpa/cj) Die kräftige Nachfrage für das Model 3 macht's möglich und nötig: Tesla will bei der Produktion seiner Elektrofahrzeuge mächtig aufs Tempo drücken – und braucht dafür frisches Kapital. Aus diesem Grund verkauft der US-Konzern Aktien im Wert von 1,4 Milliarden Dollar, umgerechnet gut 1,78 Millarden Euro. Insgesamt soll die Aktienplatzierung sogar zwei Milliarden Dollar schwer sein. Den Rest verkauft Tesla-Chef Elon Musk, um Steuern beim Einlösen von Aktienoptionen zu begleichen. Denn schon 2018 – zwei Jahre früher als ursprünglich angekündigt – soll die Kapazität auf 500.000 Autos jährlich gesteigert werden. Für 2020 peilte der Elektroauto-Pionier gar die Marke von einer Million Fahrzeugen an. Der Plan scheint nicht utopisch: Für die im März 2016 vorgestellte Baureihe Model 3 gingen binnen weniger Wochen rund 400.000 Vorbestellungen ein. 2015 lieferte Tesla erst gut 50.000 Autos aus.

Tesla: Neue Modelle bis 2020

Tesla Model III Illustration Tesla Model X Tesla Model C Illustration

Tesla-Chef Elon Musk will das Tempo bei der Serienproduktion massiv verschärfen.

Der Tesla Model 3 soll Ende 2017 auf den Markt kommen – für 35.000 Dollar. Beim aktuellen Produktionstempo müssten Kunden des vergleichsweise günstigen Elektroautos jedoch mehrere Jahre auf ihren Wagen warten. Für Zulieferer wurde der 1. Juli 2017 als Frist gesetzt, bis zu der sie ihre Teile fürs Model 3 produktionsbereit haben müssen, wie Musk sagte. Das bedeute allerdings nicht, dass dann schon die Fertigung beginnen werde, weil es bei irgendwelchen der vielen Bauteile immer Verzögerungen gebe. "Auch wenn dann 99 Prozent lieferbar sein sollten, können wir immer noch nicht bauen." Er gehe aber davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2017 etwa 100.000 bis 200.000 Fahrzeuge des Model 3 gebaut werden. Bisher gelang es Tesla bei keinem seiner Modelle, den Zeitplan zu halten. Das SUV Model X kam mit mehr als einem Jahr Verspätung, seine Produktion lief auch zuletzt noch zu langsam an, wie Tesla einräumte.

Tesla Model 3 (2016): Konkurrenten

"Kaufprämie gegen Tesla gerichtet"

Mit seinem für Deutschland zu erwartenden Basispreis von 40.000 Euro läge das Model 3 locker im Einflussbereich der in Deutschland beschlosssenen Kaufprämie (4000 Euro für reine Elektroautos). Im Gegensatz zu den bereits erhältlichen Model S (mindestens 88.000 Euro) und Model X (mindestens 96.000 Euro) – was Tesla jetzt zu einem Angriff gegen die beschlossene Prämie veranlasste. Diese sei mit ihrer Beschränkung auf Autos unter 60.000 Euro "offensichtlich gegen Tesla gerichtet", heißt es in einem Blog-Eintrag bei Tesla. Zu Beginn wird auch darauf hingewiesen, dass die Planung "gemeinsam mit den Vorstandsvorsitzenden der deutschen Automobilhersteller" erfolgte. Für Mercedes, BMW und Co ist das Preissegment von Model S und Model X traditionell äußerst wichtig.

E-Autos und Plug-in-Hybride: Das bringt die Kaufprämie

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