Tesla Model 3 (2017): Vorschau

Tesla Model 3 (2017): Infos, Preis, Reichweite, Marktstart

— 10.07.2017

Musk sichert sich das erste Model 3

Tesla-Chef Musk präsentiert das erste Serienfahrzeug des Model 3. Der Firmengründer wird das erste serienreife Exemplar des Massen-E-Autos selbst fahren!

Vorstellung: Erstes Model 3 gehört Musk
Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut (Update!)
Ausstattung: Autonomes Fahren, "Ludicrous"-Modus, Konfiguration
Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Vorstellung: Erstes Model 3 gehört Musk

Teslas Angriff auf den Massenmarkt nimmt Fahrt auf - das erste Serienfahrzeug des Model 3 ist vom Band gerollt. Firmenchef Elon Musk veröffentlichte bei Twitter und Instagram Fotos, die das Mittelklasse-Elektroauto mit der Seriennummer SN1 vor dem Tesla-Werk im kalifornischen Fremont zeigt. Vergangenen Freitag war die Serienproduktion des mit Spannung erwarteten Model 3 angelaufen. Musk verriet seinen 9,96 Millionen Twitter-Followern auch, dass er selbst der Besitzer des ersten Model 3 ist. Eigentlich habe Tesla-Verwaltungsrat Ira Ehrenpreis die erste Bestellung angezahlt und Anspruch auf das erste Model 3, aber zu Musks 46. Geburtstag habe er diesem den Vortritt gelassen. Die ersten 30 Käufer sollen ihre Wagen bei einer Party am 28. Juli erhalten.
Erst am 20. Februar 2017 war die Test-Produktion des Model 3 angelaufen. Die Batteriekapazität des als Massen-E-Auto konzipierten Wagens soll unter 100 kWh liegen, denn für den großen Batteriesatz fällt der Radstand des Model 3 zu gering aus, hatte  Elon Musk getwittert. Der Produktiosstart hat wahrscheinlich viele Vorbesteller beruhigt, da Tesla eine Massenproduktion für Juli 2017 angekündigt hatte. Das zeitige Anlaufen der Serienproduktion deutet darauf hin, dass Tesla in der Lage ist, den ambitionierten Zeitplan für das Model 3 einzuhalten.

Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut

Das gigantische Display wird horizontal eingebaut. Herkömmliche Instrumente entfallen.

Erst vor Kurzem waren die ersten Fotos vom Innenraum des neuen Tesla Model 3 zu sehen. Das gigantische Zentraldisplay im kleinen Bruder des Model S thront horizontal statt vertikal auf dem Armaturenbrett. Der riesige Touchscreen dient gleichzeitig auch als Tacho, dadurch herrscht oberhalb des Lenkrads Leere. Neben typischen Instrumenten fehlen auch Lüftungsdüsen. Einem Tesla-Ingenieur zufolge soll es ein neuartiges Belüftungssystem geben, das mit einem einzigen Schlitz auskommt. Fünf Personen finden im Model 3 Platz. Wie bei den anderen Tesla-Fahrzeugen gibt es vorne und hinten je einen Kofferraum – schließlich fehlt ein platzraubender Verbrennungsmotor.

Hundertausende Vorbestellungen

Der Druck auf Tesla-Gründer Elon Musk ist hoch, denn das Model 3 gilt schon vor dem Marktstart als besonderes Auto: Kaum eine andere Marke hat es wie Tesla geschafft, die Fans so von einem Modell zu begeistern, dass sie es ungesehen vorbestellen: Schon vor der Präsentation waren rund 100.000 Bestellungen für das neue Mittelklassemodell bei den Amerikanern eingetrudelt, insgesamt sollen es über 400.000 sein. Beim Bestellstart in Hamburg sprach AUTO BILD mit den ersten Kunden:

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Ausstattung: Autopilot, Konfiguration, "Ludicrous"-Modus

Die Produktion des Model 3 soll mit Volldampf laufen. Tesla räumt Kunden deshalb zunächst kaum Wahlmöglichkeiten bei der Ausstattung ein, um die Produktion in Fremont schnell hochfahren zu können. "Man kann nur über die Farbe und die Größe der Räder entscheiden, zumindest zu Beginn", sagte Konzern-Chef Elon Musk am 6. Juni 2017. Erst später werde es weitere Möglichkeiten zur Auswahl geben. Serienmäßig soll die Hardware für den Autopiloten an Bord sein. Auch den "Ludicrous"-Modus mit einer extrem erhöhten Beschleunigung soll es Elon Musk zufolge geben – jedoch gegen Aufpreis.

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Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Mit dem riesigen Glasdach wirkt das Model 3 sehr luftig, das Heck ist gefällig gezeichnet.

Wegen des Prototypstatus hält sich die Menge der verfügbaren Informationen zum Model 3 in Grenzen: Die Reichweite soll rund 346 Kilometer betragen, in weniger als sechs Sekunden beschleunigt der Tesla auf 100 km/h. AUTO BILD geht davon aus, dass es auch bessere Ausstattungen mit einer stärkeren Batterieleistung geben wird. Bei der Tesla-Aktionärsversammlung kam die Frage, ob das Schnellladen an den Superchargern – wie etwa beim Model S und Model X – kostenlos sein soll. Tesla-Chef Musk wies darauf hin, die Bereitstellung der Supercharger habe ihren Preis – naheliegend sei daher, diese Funktion von den Kosten für das Model 3 abzukoppeln. Laut dem Magazin "The Verge" sagte Musk: "Es wird aber kein kostenloses Laden geben, außer man kauft das Paket." Was genau "das Paket" beinhaltet und wie teuer es wird, ist nicht bekannt. Für die Einstiegsversion des Model S mit 60-kWh-Batterie (nicht mehr erhältlich) gab es die nachbuchbare Schnellladefunktion für 2500 US-Dollar. Das Model 3 soll 35.000 US-Dollar kosten, einen Preis für den deutschen Markt gibt es noch nicht. Die ersten 30 Exemplare sollen zum 28. Juli 2017 ausgeliefert werden.

Sitzprobe Tesla X

Autoren: , Christoph Richter, Maike Schade

Fotos: Tesla

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