Tesla Model 3 (2017): Vorschau

Tesla Model 3 (2017): Infos, Preis

— 13.06.2017

Minimalismus im Model 3

Das Cockpit des Tesla Model 3 definiert das "aufs Wesentliche reduzierte Interieur" ganz neu. Bilder und Infos zum neuen E-Auto von Tesla!

Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut (Update!)
Vorstellung: Serienreife Model 3 unterwegs
Ausstattung: Autonomes Fahren, "Ludicrous"-Modus, Konfiguration
Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut

Das gigantische Display wird horizontal eingebaut. Herkömmliche Instrumente entfallen.

Erstmals gibt es Fotos vom Innenraum des neuen Tesla Model 3. Das gigantische Zentraldisplay im kleinen Bruder des Model S thront horizontal statt vertikal auf dem Armaturenbrett. Der riesige Touchscreen dient gleichzeitig auch als Tacho, dadurch herrscht oberhalb des Lenkrads Leere. Neben typischen Instrumenten fehlen auch Lüftungsdüsen. Einem Tesla-Ingenieur zufolge soll es ein neuartiges Belüftungssystem geben, das mit einem einzigen Schlitz auskommt. Fünf Personen finden im Model 3 Platz. Wie bei den anderen Tesla-Fahrzeugen gibt es vorne und hinten je einen Kofferraum – schließlich fehlt ein platzraubender Verbrennungsmotor.

Vorstellung: Serienreife Model 3 unterwegs

Die Dachlinie des Model 3 fällt coupéhaft nach hinten ab. Tesla verspricht trotzdem Platz für fünf Personen.

Der Erlkönig sieht schon verdammt serienreif aus. Unmittelbar vor den Toren des kalifornischen Tesla-Konzerns drehten sogenannte "release candidates" des Model 3 ihre Runden. Bei diesen Modellen handelt es sich zwar offiziell noch um Prototypen, die jedoch bereits sehr nah an der Serienversion sind. Seriennah war bereits das Design der allerersten Prototypen, von denen sich die jetzt erwischten Erlkönige nur in Nuancen unterscheiden. An der Front wurden die Blinker und unteren Leuchten minimal verändert. Ansonsten bleibt alles wie gehabt: Kurze Überhänge am Heck, die an das Model X erinnern und die markante Tesla-Front ohne Kühlergrill. Wer ganz genau hinschaut, erkennt zusätzliche Kameras, denn das Model 3 soll bis zu zehn Kameras an Bord haben. Die sind nötig für den Autopiloten. 

Am 20. Februar 2017 hat der Elektro-Pionier laut Carscoops mit der Test-Produktion des Model 3 begonnen. Der sehnsüchtig erwartete Einstiegs-Stromer wird in der Tesla-Fabrik in Fremont erstmals in der Basis-Variante das Produktionsband verlassen. Über die angepeilte Stückzahl gibt es vorerst keine Informationen. Klar ist aber schon, dass die Batteriekapazität unter 100 kWh liegt, denn für den großen Batteriesatz fällt der Radstand des Model 3 zu gering aus, twitterte Elon Musk. Der Produktiosstart Ende Februar hat wahrscheinlich viele Vorbesteller beruhigt, da Tesla eine Massenproduktion für Juli 2017 angekündigt hat. Das Anlaufen der Test-Produktion deutet darauf hin, dass Tesla in der Lage ist, den ambitionierten Zeitplan für das Model 3 einzuhalten.

Hundertausende Vorbestellungen

Der Druck auf Tesla-Gründer Elon Musk ist hoch, denn das Model 3 gilt schon vor dem Marktstart als besonderes Auto: Kaum eine andere Marke hat es wie Tesla geschafft, die Fans so von einem Modell zu begeistern, dass sie es ungesehen vorbestellen: Schon vor der Präsentation waren rund 100.000 Bestellungen für das neue Mittelklassemodell bei den Amerikanern eingetrudelt, insgesamt sollen es über 400.000 sein. Beim Bestellstart in Hamburg sprach AUTO BILD mit den ersten Kunden:

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Ausstattung: Autopilot, Konfiguration, "Ludicrous"-Modus

Die Produktion des Model 3 soll mit Volldampf laufen. Tesla räumt Kunden deshalb zunächst kaum Wahlmöglichkeiten bei der Ausstattung ein, um die Produktion in Fremont schnell hochfahren zu können. "Man kann nur über die Farbe und die Größe der Räder entscheiden, zumindest zu Beginn", sagte Konzern-Chef Elon Musk am 6. Juni 2017. Erst später werde es weitere Möglichkeiten zur Auswahl geben. Serienmäßig soll die Hardware für den Autopiloten an Bord sein. Auch den "Ludicrous"-Modus mit einer extrem erhöhten Beschleunigung soll es Elon Musk zufolge geben – jedoch gegen Aufpreis.

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Tesla Model C Illustration

Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Mit dem riesigen Glasdach wirkt das Model 3 sehr luftig, das Heck ist gefällig gezeichnet.

Wegen des Prototypstatus hält sich die Menge der verfügbaren Informationen zum Model 3 in Grenzen: Die Reichweite soll rund 346 Kilometer betragen, in weniger als sechs Sekunden beschleunigt der Tesla auf 100 km/h. AUTO BILD geht davon aus, dass es auch bessere Ausstattungen mit einer stärkeren Batterieleistung geben wird. Bei der Tesla-Aktionärsversammlung kam die Frage, ob das Schnellladen an den Superchargern – wie etwa beim Model S und Model X – kostenlos sein soll. Tesla-Chef Elon Musk wies darauf hin, die Bereitstellung der Supercharger habe ihren Preis – naheliegend sei daher, diese Funktion von den Kosten für das Model 3 abzukoppeln. Laut dem Magazin "The Verge" sagte Musk: "Es wird aber kein kostenloses Laden geben, außer man kauft das Paket." Was genau "das Paket" beinhaltet und wie teuer es wird, ist nicht bekannt. Für die Einstiegsversion des Model S mit 60-kWh-Batterie (nicht mehr erhältlich) gab es die nachbuchbare Schnellladefunktion für 2500 US-Dollar. Das Model 3 soll 35.000 US-Dollar kosten, einen Preis für den deutschen Markt gibt es noch nicht.

Sitzprobe Tesla X

Autoren: , Christoph Richter, Maike Schade

Fotos: www.electrek.com

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