Tesla Model 3 (2017): Vorschau

Tesla Model 3 (2017): Vorschau

— 07.04.2017

Model 3-Prototyp auf der Straße

Tesla startet Testfahrten mit einem seriennahen Model 3. AUTO BILD hat neue Erlkönig- und erste Innenraumfotos. Plus alle Infos zum neuen Tesla!

Vorstellung: Serienreife Model 3 unterwegs (Update!)
Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut (Update!)
Ausstattung: Autonomes Fahren und "Ludicrous"-Modus
Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Vorstellung: Serienreife Model 3 unterwegs

Die Dachlinie des Model 3 fällt coupéhaft nach hinten ab. Tesla verspricht aber Platz für fünf Personen.

Dieser Erlkönig sieht verdammt serienreif aus! Unmittelbar vor den kalifornischen Toren Teslas drehen sogenannte "release candidates" des Model 3 ihre Runden. Bei diesen Modellen handelt es sich zwar offiziell noch um Prototypen, die jedoch bereits sehr nah an der Serienversion sind. Seriennah war bereits das Design der allerersten Prototypen, von denen sich die jetzt erwischten Erlkönige nur in Nuancen unterscheiden. An der Front wurden die Blinker und unteren Leuchten minimal verändert. Ansonsten bleibt alles wie gehabt: Kurze Überhänge am Heck, die an das Model X erinnern und die markante Tesla-Front ohne Kühlergrill. Wer ganz genau hinschaut, erkennt zusätzliche Kameras, denn das Model 3 soll bis zu zehn Kameras an Bord haben. Die sind nötig für den Autopiloten. 

Am 20. Februar 2017 hat der Elektro-Pionier laut Carscoops mit der Test-Produktion des Model 3 begonnen. Der sehnsüchtig erwartete Einstiegs-Stromer wird in der Tesla-Fabrik in Fremont erstmals in der Basis-Variante das Produktionsband verlassen. Über die angepeilte Stückzahl gibt es vorerst keine Informationen. Klar ist aber schon, dass die Batteriekapazität unter 100 kWh liegt, denn für den großen Batteriesatz fällt der Radstand des Model 3 zu gering aus, twitterte Elon Musk. Der Produktiosstart Ende Februar hat wahrscheinlich viele Vorbesteller beruhigt, da Tesla eine Massenproduktion für Juli 2017 angekündigt hat. Das Anlaufen der Test-Produktion deutet darauf hin, dass Tesla in der Lage ist, den ambitionierten Zeitplan für das Model 3 einzuhalten.

Hundertausende Vorbestellungen

Der Druck auf Tesla-Gründer Elon Musk ist hoch, denn das Model 3 gilt schon vor dem Marktstart als besonderes Auto: Kaum eine andere Marke hat es wie Tesla geschafft, die Fans so von einem Modell zu begeistern, dass sie es ungesehen vorbestellen: Schon vor der Präsentation waren rund 100.000 Bestellungen für das neue Mittelklassemodell bei den Amerikanern eingetrudelt, insgesamt sollen es über 400.000 sein. Beim Bestellstart in Hamburg sprach AUTO BILD mit den ersten Kunden:

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Interieur: Gigantisches Display quer eingebaut

Trotz der schlechten Qualität ist klar, das gigantische Display wird horizontal verbaut. Herkömmliche Instrumente entfallen.

Erstmals gibt es neue Fotos vom wahrscheinlich finalen Innenraum. Es scheint, als würde Tesla das gigantische Zentraldisplay im Tesla Model 3 tatsächlich horizontal statt vertikal verbauen. Der riesige Touchscreen fungiert gleichzeitig auch als Tacho, dadurch herrscht oberhalb des Lenkrads Leere. Ob Tesla optional ein Head-up-Display anbietet, ist noch nicht sicher. Neben typischen Instrumenten fehlen auch Lüftungsdüsen. Einem Tesla-Ingenieur zufolge soll es ein neuartiges Belüftungssystem geben, das mit einem einzigen Schlitz auskommt. Am 1. April 2016 meldete Reuters, die Displaytechnik für das Model 3 werde von LG kommen. Fünf Personen finden im Model 3 Platz. Wie bei den anderen Tesla-Fahrzeugen gibt es vorne und hinten einen Kofferraum – schließlich fehlt ein Platz raubender Verbrennungsmotor.

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Ausstattung: Autonomes Fahren und "Ludicrous"-Modus

Trotz Rückschlägen beim Autopiloten hält Tesla am autonomen Fahren fest: Serienmäßig soll es die Hardware für den Autopiloten geben. Auch den "Ludicrous"-Modus mit einer extrem erhöhten Beschleunigung soll es Elon Musk zufolge geben – jedoch gegen Aufpreis.

Antrieb und Laden: Kein kostenloses Supercharging

Mit dem riesigen Glasdach wirkt das Model 3 sehr luftig, das Heck ist gefällig gezeichnet.

Wegen des Prototypstatus hält sich die Menge der verfügbaren Informationen zum Model 3 in Grenzen: Die Reichweite soll rund 346 Kilometer betragen, in weniger als sechs Sekunden beschleunigt der Tesla auf 100 km/h. AUTO BILD geht davon aus, dass es auch bessere Ausstattungen mit einer stärkeren Batterieleistung geben wird. Bei der Tesla-Aktionärsversammlung kam die Frage, ob das Schnellladen an den Superchargern – wie etwa beim Model S und Model X – kostenlos sein soll. Tesla-Chef Elon Musk wies darauf hin, die Bereitstellung der Supercharger habe ihren Preis – naheliegend sei daher, diese Funktion von den Kosten für das Model 3 abzukoppeln. Laut dem Magazin "The Verge" sagte Musk: "Es wird aber kein kostenloses Laden geben, außer man kauft das Paket." Was genau "das Paket" beinhaltet und wie teuer es wird, ist nicht bekannt. Für die Einstiegsversion des Model S mit 60-kWh-Batterie (nicht mehr erhältlich) gab es die nachbuchbare Schnellladefunktion für 2500 US-Dollar. Das Model 3 soll 35.000 US-Dollar kosten, einen Preis für den deutschen Markt gibt es noch nicht.

Sitzprobe Tesla X

Autoren: , Christoph Richter

Fotos: www.electrek.com, https://www.facebook.com/groups/TeslaMotorsModel3

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