Tesla Model D: Vorstellung am 9. Oktober 2014

Tesla Model S P85D: Vorstellung

— 10.10.2014

Model S mit Allradantrieb und 700 PS

Tesla hat mit dem P85D sein neues Top-Model S vorgestellt: Dank eines weiteren Motors verfügt der Stromer über Allradantrieb und 700 PS. Gleichzeitig präsentierte Tesla ein neues Autopilot-System.

Tesla hat am 9. Oktober 2014 auf dem Flugplatzgelände des Hawthorne Airport in Kalifornien seine neue Allrad-Limousine Model S P85D vorgestellt. Das "D" am Ende der Bezeichnung steht für "Dual Motor". Neben dem Elektromotor im Heck besitzt das neue Modell einen weiteren E-Motor an der Vorderachse. Etwa eine Woche zuvor hatte Tesla-Chef Elon Musk mit einem Tweet als Vorankündigung zur nun vollzogenen Präsentation für Spekulationen gesorgt: "Es ist an der Zeit, das D zu enthüllen und etwas anderes."

Tesla Model S P85D schneller als Mercedes E63 AMG S

Elon Musk präsentiert bei der Vorstellung in Kalifornien das Chassis des Tesla Model S P85D "Dual Motor".

Bei dem "D" handelt es sich nun also um den Allradantrieb, was von der Netzgemeinde zuvor auch spekuliert wurde. Gerüchte über ein Allradsystem von Tesla kursieren ja bereits seit über einem Jahr. Und wie erwartet wird dieser Allradantrieb auch für das SUV Tesla Model X verwendet, das im Laufe der nächsten Monate vorgestellt werden soll. Überraschend ist der neue "Dual-Motor-Tesla" dennoch. Die Kombination der beiden Motoren verschafft dem Model S P85D nämlich eine gewaltige Leistung von 700 PS und über 930 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll die Elektro-Limousine in 3,2 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde (96,56 km/h) beschleunigen. Das hatte niemand vorausgesehen. Der Antrieb wird auch für die leistungsschwächere Version (Model S 85D) und mit geringerer Akku-Kapazität (Model S 60D) verfügbar sein. Tesla hat mit den Allrad-Versionen auch Kunden im Auge, die aufgrund von winterlichen Straßenbedingungen auf Vierradantrieb angewiesen sind.

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Tesla Model III Illustration Tesla Model X Tesla Model C Illustration

Mehr Reichweite durch zweiten Motor

Die Vorstellung des Tesla Model S P85D fand auf einem Flugplatz unweit der Produktionsstätte von Tesla in Kalifornien statt.

Etwas überraschend: Der Allradantrieb und die zusätzliche Leistung des zweiten Motors sollen die Reichweite der allradgetriebenen Model-S-Versionen kaum einschränken beziehungsweise sogar positiv beeinflussen. Zwar steigt das Gewicht des Autos durch das Allrad-System um etwa drei Zentner. Doch die Akkus werden im Rekuperations-Modus nun auch mithilfe des vorderen Elektro-Motors geladen, der wie die E-Maschine im Heck auch als Generator funktioniert. Zudem soll das elektronische Steuersystem, das den Leistungseinsatz verwaltet und innerhalb einer Tausendstelsekunde zwischen beiden Motoren abgleicht, zielgerichteter arbeiten und das Drehmoment an jeder Achse effektiver bereitstellen.

Autopilot-Funktion wird per Funk-Update bereitgestellt

Bei Fahrversuchen wurde der Auto-Pilot demonstriert. Die Funktionen wird über ein Update per Funk bei entsprechend ausgerüsteten Modellen aktiviert.

Soweit zum "D". Bei dem "Anderen", das Musk in seinem Tweet vom 2. Oktober 2014 ansprach, handelt es sich um ein Autopilot-System, welches teilautonomes Fahren im Tesla Model S ermöglicht. Laut Tesla sind bereits alle Fahrzeuge, die in den vergangenen zwei Wochen vom Band liefen, mit den zugehörigen Sensoren ausgerüstet. In wenigen Monaten wird die Autopilot-Software über ein Update zur Verfügung gestellt. Dazu müssen die Besitzer mit ihren Fahrzeugen nicht mal ein Service-Center von Tesla aufsuchen. Denn die Bereitstellung erfolgt über Funk. Der Autopilot ermöglicht selbstständige Spurwechsel, die allein durch das Betätigen des Blinkers ausgelöst werden. Zudem "liest" eine Kamera die vorgegebene Geschwindigkeit von den Verkehrszeichen ab und bremst oder beschleunigt das Auto bei abweichender Geschwindigkeit eigenmächtig auf das entsprechende Limit. "Sicher während der Fahrt einschlafen kann der Fahrer damit allerdings noch nicht", scherzte Musk bei der Präsentation. Bei Fahrversuchen auf dem Flugplatz konnten die Gäste das System live erleben. Damon Lavrinc vom US-Blog Jalopnik nahm auf dem Rücksitz eines Tesla Model S mit Autopilot Platz und berichtete, dass der Stromer selbstständig mit etwa 40 km/h durch mehrere Kurven und einen Slalomparcours fuhr, ohne dass der Fahrer eingreifen musste. Auch die Verkehrszeichen-Erkennung inklusive der selbstständigen Regulierung der Geschwindigkeit wurde laut Lavrinc erfolgreich demonstriert.

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