Tesla Model S: Preise in Deutschland
— 27.12.2012
Teures Topmodel
Der Tesla Model S kommt 2013 nach Deutschland. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Die Preise für den Luxus-Stromer sind deutlich höher als in seinem Mutterland USA.
Tesla Motors ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten in Sachen
Elektroauto. Das Spitzenmodell der E-Pioniere aus Kalifornien heißt
Model S und kommt 2013 nach Europa. Jetzt hat
Tesla die Preise verkündet: In Deutschland wird die Luxus-Limousine in der günstigsten Variante mit 60-kWh-Batterie (Lithium-Ionen) für 71.400 Euro zu haben sein. Mit einer Akku-Kapazität von 85 Kilowattstunden kostet der Stromer 81.750 Euro. Die Performance-Version (Leder-Innenausstattung mit Alcantara, aktive Luftfederung und Sport-Traktionskontrolle) gibt es ab 95.900 Euro. Frühbuchern winken Preisermäßigungen, ausgeliefert wird ab Sommer 2013.
Der Tesla Model S verspricht eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und absolviert den Sprint auf Tempo 100 in 4,6 Sekunden.
Wegen der hohen Mehrwertsteuer, der Transportkosten und technischen Anpassungen an EU-Vorschriften liegen die Tarife umgerechnet um rund ein Drittel höher als im Heimatland des
Model S. Das in den USA erhältliche Modell mit 40 kWh schafft es (vorerst) nicht nach Europa. Allerdings gibt es eine limitierte Edition des sportlichen Viertürers namens Model S Signature für 99.750 respektive 109.150 Euro (Performance) mit weiteren Veredelungen wie Sonderlackierung oder 21-Zoll-Felgen samt Hochleistungsreifen.
Kommentare zum Artikel (8)
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@cap0815: Übrigens macht Toyota den Prius Akku nie völlig leer, und nie völlig voll. Das schont den Akku und erhöht die Lebensdauer ungeheim. Mich würde es nicht wundern wenn Tesla es ähnlich macht.
@simons700: Es können aber noch Steuervergünstigungen und andere Dreingaben dazu kommen. In Amerika darf man mancherorts spezielle Fahrstreifen befahren, während alle anderen im Stau stehen. Es gibt an Flughäfen Sonderparkplätze mit Ladestationen in bester Lage. Aufladen ist mancherorts anscheinend kostenlos möglich. usw. Gut denkbar das sowas auch nach Deutschland kommt. Abgesehen ist der Tesla mit Luftfederung und Unmengen an Platz ausgestattet, das Handling ist scheinbar dank des extrem niedrigen Schwerpunktes (wie Corvette) sehr gut. _Es wäre auch so ein tolles Auto._
@cap0815: Seriöses britisches Automagazin? Top Gear? Unterhaltsam, ja. Seriös... die stellen gerne Sachen nach damit das spannender wird im TV, manipulieren hier und da usw. Tolle Unterhaltung halt. Und Praxisverbrauch? Tesla Fahrer schaffen teilweise höhere Reichweiten als angegeben, wo selbst Tesla erstaunt ist. Wer fährt in der Praxis wie die in Top Gear? Bei Top Gear haben die häufiger einen Reifenverschleiß von 1-2 Satz Reifen am Tag, die Benziner die sie sonst testen schaffen im Testbetrieb vielleicht 30-50 Liter auf 100 km. Das bei so einem Betrieb die Reichweite nicht gut ist ist kein Wunder.
Wie naiv ist der, der glaubt allein nur den Kaufpreis und den Energieverbrauch nebeneinanderzustellen, um die "unglaubliche Unwirtschaftlichkeit " von E-Autos nachweisen zu wollen.
Zum Glück gibt es Leute, die ganzheitlicher zu Denken in der Lage sind.
Von den Vorteilen für die Umwelt wollen wir erst gar nicht reden.
Ich bin überzeugt, das ein Privatauto ohnehin nicht vordergründig nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gekauft wird. Dann müssten die vielen SUV-, und Geländewagendinosaurier ja ungekauft bei den Händlern stehen. Jedoch ist das Gegenteil der Fall.
Es steht auch Tesla frei, die für den EU Markt bestimmten FZGe innerhalb der EU zu produzieren oder zumindest CKD Sätze diesseits des Atlantiks zu montieren.
Außerdem interessant: Wenn Grauimporteure US Cars in die EU bringen, werden die oft signifikant billiger angeboten, als auf offiziellem Weg. Wenns wirklich einen Markt für diesen Tesla gibt, werden sich die Grauen nicht lange zieren.
Man muss auch sehen, dass das Auto, wie jedes Elektroauto unglaublich unwirtschaftlich ist. Nimmt man das Modell mit dem 85kWh Akku und der maximalen 500km Reichweite, so verbraucht das gute Stück minimal 17kWh/100km - das multipliziert mit 0,30EUR für eine kWh Energie, ergibt 5,10EUR/100km. Ein 530dA kostet minimal bei 1,40EUR/L Diesel 7,42EUR/100km - also müsste man 819.000km fahren um nur den Listenmehrpreis wieder reinzufahren - über einen Praxis-Verbrauch will man garnicht sprechen = siehe das seriöse britische Automagzin TopGear mit dem Tesla Roadster auf der Teststrecke...