Probleme mit dem Tesla Autopilot

Tesla Model S: Unsicherer Autopilot?

— 25.11.2015

Autopilot macht Tesla Ärger

Videos zeigen: Tesla-Fahrer missbrauchen den neuen Autopilot des Model S. In Hongkong wurde er verboten, Elon Musk hat "Einschränkungen" angekündigt.

Tesla-Boss Elon Musk ist unserer Zeit wohl wieder mal voraus. Der "Autopilot", der per Software-Update Mitte Oktober 2015 der Elektrolimousine Model S aufgespielt wurde, soll ein für heutige Maßstäbe hohes Level autonomen Fahrens ermöglichen – allerdings wird er offenbar auch von einigen Tesla-Fahrern missbraucht. Nun will (und muss) Musk reagieren: Es werde "Einschränkungen" geben, erklärte der Firmenchef bei einer Aktionärssitzung.
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Youtube-Videos zeigen haarsträubende Szenen

Hinterm Steuer Zeitung lesen? Manche Tesla-Fahrer zeigen auf Youtube abstrusen Missbrauch des Autopiloten.

Videos beweisen, dass so mancher Model-S-Fahrer mit dem Autopiloten nicht umgehen kann. Obwohl Tesla unmissverständlich kommuniziert hatte, dass es sich bei dem Feature um eine Beta-Version handelt und die Hände immer am Steuer bleiben müssen, überlassen sie ihrem Auto das Lenken. Sie gucken in die Luft, lesen Zeitung oder nehmen gar auf dem Rücksitz Platz. Und wundern sich, wenn die Sache schiefläuft: "Tesla Autopilot tried to kill me!" (der Tesla Autopilot hat versucht, mich umzubringen), nennt einer sein Youtube-Video, das zeigt, wie der Tesla plötzlich und ohne ersichtlichen Grund über eine durchgezogene Linie auf die Gegenfahrbahn lenkt. Der Fahrer kann eine Kollision gerade noch vermeiden, indem er beherzt ins Lenkrad greift – bevor das Auto ihn dazu auffordert. Die US-amerikanische Presse reagierte auf dieses und andere Videos mit Unverständnis: "Idioten" seien das, so das Urteil. Einige Beispiele finden Sie in der Bildergalerie.

Probleme mit dem Tesla Autopilot

Doch es gibt nicht nur Belege für Negativ-Erfahrungen mit dem Autopiloten im Internet. Einige Videos zeigen: Es ist verblüffend, wie ausgereift das System bereits ist. Als "gruselig, aber wundervoll" beschreibt einer das Feature. Auch im Tesla Motors Club gibt es zahlreiche positive Kommentare. Der Autopilot funktioniere gut und scheine sogar zu lernen, schreiben da einige. Ob er sich die Reaktion seines Fahrers auf ein Manöver merke oder mit anderen Tesla kommuniziere, scheint aber nicht klar zu sein.

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In Hongkong wurde der Autopilot deaktiviert

In Hongkong musste Tesla den Autopilot vorerst wieder deaktivieren.

Doch nicht nur in den USA, sondern auch in Hongkong bläst Tesla strammer Wind entgegen. In der chinesischen Sonderwirtschaftszone musste Tesla den Autopiloten laut Medienberichten (und einem Scan im "Tesla Motors Club") wieder deaktivieren – der Autohersteller hat offenbar versäumt, das Feature von den Behörden absegnen zu lassen. Das Zulassungsverfahren laufe, soll Tesla laut "Tech Times" kommuniziert haben. Auch wenn Musk den Autopiloten nun vorerst wieder in seinen Möglichkeiten einschränken möchte, verfolgt er doch mit Nachdruck seinen Traum vom autonomen Auto. Per Twitter sucht er nach Nachwuchskräften, genauer: nach "Hardcore Software-Spezialisten", die aber nicht unbedingt Erfahrung mit Autos haben müssen. Das Thema autonomes Fahren habe "oberste Priorität", schreibt Musk, und die Verantwortlichen müssten direkt an ihn berichten.

Autor: Maike Schade

Stichworte:

Autonomes Fahren

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