Tesla Model X P90D (2016): Fahrbericht

Tesla Model X P90D (2016) im Test: Fahrbericht

— 09.03.2016

So fährt der Tesla-Van mit 773 PS

Wie fühlen sich 773 PS in einem Elektro-Van an? AUTO BILD hat es bei der ersten Fahrt mit dem Tesla Model X ausprobiert!

Video: Tesla Model X P90D (2016)

Erste Ausfahrt im Model X

Zu den Aha-Effekten am Steuer eines Tesla Model X gehört die brutale Beschleunigung – insbesondere in der amerikanischen Top-Variante P90D, die mit einer Spitzenleistung von 773 PS aufwartet. Im Vergleich mit dem Model S macht sich allerdings das deutliche Mehrgewicht bemerkbar: Der Model X wiegt leer 2441 Kilogramm – nochmals 333 mehr als die Limousine.
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Dennoch ist der Schub geradezu surreal: Die 100-km/h-Marke fällt lautlos nach nur 3,4 Sekunden. Und während die Beschleunigung in höheren Geschwindigkeitsbereichen deutlich nachlässt (auf längere Autobahnrennen sollte man sich keinesfalls einlassen), gehört ruckartiges Zwischenbeschleunigen zu den ebenso überflüssigen wie gerne demonstrierten Tricks, die dieses Elektroauto auf Lager hat.
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Auch bei schnellen Kurven sicher in der Spur

Ein echter Hingucker: Hinten hat der Model X Flügeltüren ("Falcon Wings").

Das Chassis des Model X ist eine Weiterentwicklung des Model S, und so fährt es sich auch. Trotz der Fahrzeughöhe und des gestiegenen Gewichts bleibt der Crossover auch bei schneller Kurvenfahrt sicher in der Spur. Die dreistufige Servolenkung gefällt in den Modi mit mittlerem und erhöhtem Lenkaufwand, im leichtgängigsten Modus wirkt sie eher gefühllos. Der Federungskomfort ist überdurchschnittlich, sogar auf anspruchsvollem Kopfsteinpflaster. Das Fahrwerk lässt sich elektronisch in verschiedenen Höhen fixieren. Allradantrieb ist Standard.

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Bis zu 470 Kilometer Reichweite

Video: Tesla Model X P90D (2016)

Erste Ausfahrt im Model X

Mit seinem riesigen Akku-Modul, das für das rekordverdächtig hohe Gewicht des Model X mitverantwortlich ist, ist eine Reichweite von bis zu 470 Kilometern möglich. Realistisch sind knapp 300 Kilometer. Doch auch das ist weit mehr als andere Elektroautos bieten. Für Fahrer, die ein rein elektrisches Auto dem "doppelten Netz" eines Plug-in-Hybriden vorziehen, bleibt Tesla in dieser Leistungsklasse konkurrenzlos. Jedenfalls vorerst – denn Audi, BMW, Mercedes und Porsche arbeiten mit Hochdruck an Elektroautos, die direkt auf die Tesla-Typen Model S und Model X zielen.

Nur 532 PS für Europa

AUTO BILD ist den neuen Tesla Van in den USA gefahren. Dort wird das Spitzenmodell mit 773 PS angeboten. In Europa sollen es laut Tesla nur 532 PS sein. Das Tesla Model X soll bei uns ab Sommer 2016 in den Verkauf gehen und wird mindestens 109.000 Euro kosten. Für die Topversion P90D sind sogar 131.000 Euro fällig.

Tesla Model X P90D (2016): Fahrbericht

Ko-Autor: Jeff Jablansky
Autor:

Jens Meiners

Fazit

Der Model S war eine Revolution, der Model X ist im Prinzip das gleiche Auto mit Großraumkonzept. Wer den Platz braucht und Gimmicks wie die Flügeltüren schätzt, fährt besser damit – muss aber erhebliches Mehrgewicht in Kauf nehmen. Und eine Form, nach der sich kaum jemand umdreht. Teurer ist der Van auch.

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