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Tesla Model Y (2019): Teaser, Bilder, Reichweite, Marktstart

Hier versteckt sich das Model Y

In einem neuen Promo-Video von Tesla taucht offenbar erstmals ein reales Model Y auf. Die Produktion des Crossover-SUV startet aber wohl nicht vor Frühjahr 2020.
Was macht eigentlich Tesla? Nicht dass diese Frage angesichts von Dauerschlagzeilen angebracht wäre, aber: Der amerikanische E-Auto-Pionier hält sie offenbar selbst für so brennend, dass er in einem neuen Promo-Video die Produktivität in seinem Werk im kalifornischen Fremont dokumentiert. Pikant an dieser Selbstdarstellung: Eine gute Sekunde lang ist offenbar ein Blick aufs Model Y zu erhaschen. Zwar steckt das geplante Kompakt-SUV aus dem Hause Tesla zur Hälfte unter einer Plane, aber immerhin. Die hintere Türlinie samt Kotflügel und Hinterrad deuten ziemlich klar auf das verwandte Model 3 hin, das allerdings eine andere Produktionsplattform haben wird.

Musk: "Es dauert noch 24 Monate"

Tesla-Chef Elon Musk legte sich fest: Das Model Y kommt nicht vor 2020.

Auch zum Produktionsstart des Model Y gibt es Neues: Tesla-Chef Elon Musk dementierte in seiner aufsehenerregenden Telefonkonferenz mit Analysten Anfang Mai 2018 einen Reuters-Bericht, wonach es schon im November 2019 losgeht. Laut Musk wird es "eher noch 24 Monate dauern, also Frühjahr 2020". Den bisherigen Erfahrungen von Tesla-Ankündigungen nach dürfte es wohl noch länger dauern, bis das erste Elektro-Crossover-SUV vom Band rollt. Außerdem, so Musk, werde es möglicherweise aus Kapazitätsgründen nicht in Fremont gebaut, sondern in Teslas Batterie-Gigafactorys – auch in China.

Erster Teaser gibt Ausblick auf Design

Dieses Foto twitterte Tesla-Chef Musk als ersten Eindruck vom Model Y.

Erste Hinweise auf das Äußere des Model Y gab Musk mit einem Teaserbild auf Twitter. Viel zu sehen gibt es aber nicht: der vage Umriss einer Front, breit ausgestellte Kotflügel, Sicken auf der Motorhaube. Die Familienähnlichkeit zu seinen Geschwistern ist trotzdem deutlich erkennbar. Offenbar handelt es sich tatsächlich um eine SUV-Version des kompakten Tesla Model 3, der zurzeit unter Hochdruck produziert wird – auch wenn das Model Y nicht auf derselben Plattform entstehen soll. Wie beim großen, luxuriösen Bruder Model X werden die Außenspiegel offenbar durch Kameras ersetzt – zumindest in den wenigen Märkten, in denen das erlaubt ist. Wie das Model 3 ist auch das Model Y für die breite Masse gedacht, sein Erfolg scheint dem Tesla-Chef zufolge garantiert: "Die Nachfrage für das Model Y wird wahrscheinlich höher sein als beim Model 3." Und sie ist da offenbar schon enorm, mehrere Hunderttausend Bestellungen sollen eingegangen sein.

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Neue Plattform, neue Technik, neue Fabriken

Musk verteidigte das ambitionierte Vorhaben, das Model Y nicht auf der gleichen Produktionsplattform wie das Model 3 zu fertigen. Im Tesla-Werk in Kalifornien sei ohnehin kein Platz mehr. "Wir platzen aus allen Nähten", so Musk. Deshalb werde derzeit der Bau von drei Fabriken erwogen, langfristig könnten es wegen der hohen Nachfrage sogar zehn bis 20 werden.

Ob das Model Y wie in dieser Illustration mit Flügeltüren kommt, ist noch unklar.

Wie der Blog "electrec" schon früher gemeldet hatte, wird es technisch noch weitere neue Lösungen geben. Während im Model 3 noch drei Kilometer Leitungen verbaut seien, sollen es im Model Y nur noch 150 Meter sein. Das erleichtere die Automatisierung beim Produktionsprozess und spare Gewicht. Die Reichweite soll 320 Kilometer betragen. Ob das Model Y wie der X mit den umstrittenen Flügeltüren kommen wird, ist noch unklar. Laut "electrec" hat Musk durchblicken lassen, dass dies geplant ist. Wahrscheinlich scheint es aber dennoch nicht, dass Tesla die teure Tür-Technik bei einem Auto für den Massenmarkt einsetzen wird.

Namensstrategie: Tesla ist S.3.X.Y.

Der preisgünstige Crossover Model Y ist das vierte Modell von Tesla. Bislang hat Tesla nur ein SUV im Angebot, das Model X, einen Luxuswagen mit extravaganten Features wie Flügeltüren, der in den meisten Versionen mehr als 100.000 Dollar kostet. Mit einem Freund hatte Elon Musk Berichten laut "Business Insider" zunächst über die Namensgebung S, E und X gescherzt – und sich dann wirklich dafür entschieden. Gegen die Bezeichnung "Model E" hatte Ford allerdings erfolgreich geklagt – der Konzern hatte sich den Namen bereits vorher gesichert. Musk reagierte: Aus dem E wurde eine 3 – quasi ein umgedrehtes E. Zudem meldete er die Rechte für ein Model Y beim Patentamt an. Ergibt unterm Strich: S.3.X.Y.! Schluss ist aber nicht mit dem Ausbau der Modellpalette: Längst hat Tesla seinen E-Truck namens Semi vorgestellt.

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