Tesla Motors macht Gewinn

Tesla Motors macht Gewinn

— 11.08.2009

Der Strom fließt

Was heißt hier Krise: Tesla Motors hat im Juli 2009 mehr als hundert Strom-Flitzer verkauft und damit die Gewinnzone erreicht. Auch der neue Tesla Roadster 2 kommt gut an. Und das Unternehmen hat noch mehr vor.

Der Markt gibt, der Markt nimmt: Den etablierten Herstellern aus USA wie auch aus Europa und Asien knappst er nun schon seit Jahren die Profite ab, doch andere sahnen ab. So auch das anfangs belächelte Start-up Tesla aus Kalifornien. Gegründet 2003, brachte es unter Knirschen und Funken erst im vergangenen Jahr den batteriebetriebenen Roadster auf Basis des britischen Mini-Sportwagens Lotus Elise heraus. Er kam wie gerufen: Innerhalb kürzester Zeit wurde der Öko-Raser zur Gallionsfigur der Green-Car-Bewegung. Keine Nachhaltigkeits-Ausstellung in der Neuen oder Alten Welt, auf der nicht ein nagelneuer Roadster blinkte. Doch es blieben noch genügend Exemplare für zahlende Kundschaft: Unter anderem sollen Hollywoodstar George Clooney und Kaliforniens "Gouvernator" Arnold Schwarzenegger sich einen Watt-Wanderer zugelegt haben. Und nun, nach etwas über einem Jahr, hat das Unternehmen bereits die Gewinnzone erreicht: Allein im Juli 2009 wurden 109 Tesla-Mobile verkauft, der Gesamtumsatz stieg auf 20 Millionen Dollar. Damit wurde ein Profit von einer Million Doller erwirtschaftet.

Tesla Roadster erringt E-Weltrekord auf der Viertelmeile

Hilfe zur Selbsthilfe: Dank einer Sonderförderung des US-Energieministeriums geht die Entwicklung vom viertürigen Tesla "S" voran. 2011 soll er auf den Markt kommen.

"Durch Qualitätsverbesserungen haben wir die Profitabilität noch einmal gesteigert", sagt Tesla-Chef Elon Musk. Der Tesla Roadster ist das bisher einzige Elektroauto, das mit Lithium-Ionen-Akkus fährt und sowohl in den USA wie auch in Europa eine Zulassung hat. Die Warteliste soll hüben wie drüben bereits über tausend Zeilen lang sein. Und die Erfolgsstory geht weiter: Der Roadster Sport mit noch imponierenderen Fahrdaten als das Erstmodell wird seit Juni ausgeliefert; Ende Juli raste ein Kunde bei einem Lauf der National Electric Drag Racing Association die Viertelmeile (402,3 Meter) in 12,643 Sekunden – Weltrekord! Auch in Sachen Finanzierung gelang dem Unternehmen ein Rekord: Von der Bank of Amerika wurde Tesla verbrieft, dass die monatlichen Kreditraten für einen Elektroroadster geringer seien als für einen benzinbetriebenen Sportwagen.

In Kürze eröffnet Tesla einen Showroom in München

Noch in diesem Sommer sollen Verkaufsvertretungen in München, Monaco, Washington D.C., Chicago, Süd-Florida und im kanadischen Toronto eröffnet werden. Mit der Entwicklung des viertürigen Modells S (wie Sedan, die amerikanische Bezeichnung für Limousine) kommt Tesla nach eigener Auskunft gut voran, nicht zuletzt dank der Gewährung einer niedrig bezinsten Sonderförderung des US-Energieministeriums über 465 Millionen Dollar. Die Öko-Limo soll rund 49.000 Dollar und damit etwa die Hälfte des Roadster kosten. Auch im Mini-Markt sind die Kalifornier gut aufgestellt: Eine Testflotte von tausend (!) Elektro-Smarts mit Tesla-Akkus im Bauch soll noch in diesem Jahr auf die Straße kommen.

Autor: Roland Wildberg

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