Tesla Model S

Tesla paktiert mit Panasonic

— 01.08.2014

Neue Power für Tesla

Tesla kooperiert beim Bau einer neuen Batterien-Fabrik mit Panasonic. Nicht zuletzt wegen solch hoher Investitionen schreibt Tesla rote Zahlen.

(dpa/sb) Tesla holt sich für seine geplante Mega-Batteriefabrik fachkundige Hilfe. Der Elektronikkonzern Panasonic wird die Fertigung der eigentlichen Zellen übernehmen. Schon heute liefern die Japaner den Amerikanern Batterien für deren erfolgreiche Elektrolimousine Model S zu. Die bis zu fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) teure "Gigafactory" soll bis zum Jahr 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus produzieren als alle heutigen Fabriken zusammen. Das soll die Kosten senken und somit die Produktion billigerer Elektroautos ermöglichen. Die beiden Partner verkündeten die Zusammenarbeit gestern (31. Juli 2014) in Osaka und Palo Alto.   
Tesla bestätigt neue Baureihe

Tesla-Chef Elon Musk will trotz der Verluste weiter investieren.

Tesla selbst wird sich um das Bauland und die Gebäude kümmern. Dazu will die Firma nach früheren Angaben zwei Milliarden Dollar investieren. Panasonic wird mit der Fertigung der Batteriezellen die Hälfte der Fläche einnehmen. Den Rest besetzen andere Zulieferer und Tesla, um die fertigen Batteriepacks für die Autos zusammenzubauen. Tesla-Chef Elon Musk hatte den Plan für die "Gigafactory" im Februar verkündet. Schon damals wurde über Panasonic als Partner spekuliert. Mit Hilfe der Fabrik sollen Teslas Autoverkäufe von jährlich 22.500 auf eine halbe Million hochgeschraubt werden. Mit dem Bau des Werks soll laut früheren Angaben noch in diesem Jahr begonnen werden.
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Unterdessen wurde bekannt, dass die hohen Entwicklungskosten für die nächsten Modelle und der Ausbau des Vertriebsnetzes Tesla weiter in den roten Zahlen halten. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der Verlust im Jahresvergleich auf 62 Millionen Dollar (46 Millionen Euro), wie das Unternehmen aus dem Silicon Valley mitteilte. Tesla denkt aber nicht daran, die Investitionen zurückzufahren. Tesla will in diesem Jahr 750 bis 950 Millionen Dollar investieren, die Spanne wurde um 100 Millionen Dollar ausgeweitet. Der Elektroauto-Pionier will außerdem günstigere Modelle herausbringen und muss dafür vor allem die Batteriekosten senken. Momentan ist der einzige Typ die Limousine Model S, von der der Hersteller im Quartal knapp 7600 auslieferte, was den Umsatz um 90 Prozent auf 769 Millionen Dollar hochtrieb. Den Ausschlag für den Sprung gab vor allem der Markteintritt in China. Tesla war in den vergangenen Monaten auch in Europa expandiert. Im Gesamtjahr will Tesla weiterhin mehr als 35.000 Wagen ausliefern. Bis Ende 2015 soll der Absatz rund 25.000 Fahrzeuge pro Quartal erreichen. Im gesamten vergangenen Jahr produzierte Tesla erst rund 20.000 Autos. Den günstigeren Kompaktwagen Model 3, der einen kräftigen Absatzschub bringen soll, will Tesla zum Jahr 2017 fertighaben.  

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