Das ist Teslas Elektro-Truck

Das ist Teslas Elektro-Truck

Tesla-Truck: Infos, Preis und Video

— 14.12.2017

Alle Infos zum Tesla-Truck

Tesla nennt Preise für den Semi E-Truck. Der Elektro-Lkw kommt mit Top-Beschleunigung, bis zu 800 Kilometern Reichweite und "Selbstmördertüren". Bestellungen gibt es schon reichlich. Alle Infos!

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'Wird's der Tesla-Truck bringen?'

Tesla hat die Preise für den Semi E-Truck veröffentlicht. Für die Variante mit dem kleinen Akku, die rund 300 Meilen (knapp 500 Kilometer) weit kommen soll, verlangen die Kalifornier rund 130.000 Dollar (rund 110.000 Euro). Das große Exemplar, das laut Tesla rund 500 Meilen (etwa 800 Kilometer) durchs Land reisen kann, kostet 180.000 Dollar (circa 150.000 Euro). Analysten gingen von deutlich höheren Grundpreisen aus. Interessenten können den E-Truck für mit einer Anzahlung von 20.000 Dollar reservieren, während für die limitierte "Founder Series" der volle Kaufpreis von 200.000 Dollar vorab bezahlt werden muss.

Der Tesla-Sattelschlepper, den Musk am 17. November 2017 in Hawthrone, Kalifornien präsentierte, deutet eine Revolution des Lieferverkehrs auf der Straße an. Denn er ist schneller, kostengünstiger und sicherer als alles, was bisher Güter im Fernverkehr transportiert hat. Und er soll kommen – Firmengründer Elon Musk versprach bei der Präsentation jedem, der den Tesla Semi jetzt bestellt, eine Lieferung im Jahr 2019. Allerdings sind Zweifel angebracht: Tesla hatte auch die Präsentation zweimal verschoben und machte zuletzt Schlagzeilen wegen Produktionsschwierigkeiten beim Massen-Stromer Model 3.

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So fährt sich der Tesla-Truck: Fahrverhalten
So sicher ist der Tesla-Truck: Sicherheit
So weit kommt der Tesla-Truck: Reichweite
Im Führerhaus des Tesla-Trucks: Cockpit
Damit können Spediteure rechnen: Betriebskosten
Viele Reservierungen: Zahl der Vorbestellungen
Video: Der Tesla-Truck in Bewegung
Zukunft: Pick-up in der Warteschlange

Was kann der Tesla Semi Truck genau?

Fahrverhalten: Er hat vier unabhängige Antriebe an den hinteren Achsen. Die Zugmaschine alleine soll dank der bei E-Autos üblichen Direktübertragung ohne Getriebe und Differenzial in fünf Sekunden von null auf (fast) 100 km/h (60 mph) beschleunigen – Sportwagen-Werte. Vollgepackt mit 30 Tonnen Ladung auf dem Hänger soll der Sprint 20 Sekunden dauern, immer noch deutlich schneller als bei einem Lkw mit Verbrennungsmotor und äußerst hilfreich bei Überholmanövern. Die Topgeschwindigkeit wird bei 104 km/h liegen, bis zu einer Steigung von fünf Prozent. Sein Übriges für die guten Werte tut auch das futuristische und vor allem aerodynamische Design.
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Sicherheit: An Sicherheitsfeatures sind beim Tesla Semi ein Notbremsassistent, eine Spurhaltefunktion und ein Kollisionswarnsystem an Bord, Angaben zu möglichen autonomen Fähigkeiten machte Musk nicht. Zudem soll es keine geborstenen Scheiben mehr geben, im Cockpit könne man auch "eine Nuklearexplosion überleben", wie Musk vollmundig versprach. Nicht unwichtig in den USA. Nicht wegen eines drohenden Nuklearkrieges, sondern weil Lkw mit einer beschädigten Scheibe keinen Inch mehr bewegt werden dürfen.

Die neuen Tesla-Supercharger-Stationen bieten neben Lademöglichkeiten auch eine Lounge, einen Souvernirshop und Kinder- sowie Haustierbetreuung.

Reichweite: Sie beträgt je nach Akkupack satte 480 oder 800 Kilometer, deutlich mehr als Analysten vorher erwartet hatten. Einzelheiten zur Kapazität der Batterien nannte Musk nicht. Der Energieverbrauch liegt laut Tesla pro Meile (ca. 1,6 km) bei weniger als 2 kWh. In nur 30 Minuten soll Saft für bis zu 640 Kilometer nachgeladen werden können, Einzelheiten auch hier Fehlanzeige. Immerhin versprach Musk sogenannte Megacharger als Ladepunkte für die stromernden Lkw. Nur eine Spinnerei? Erst wenige Tage zuvor hatte Tesla neue riesige Supercharger-Stationen mit Gastro-Lounge und Souvenirshop vorgestellt, die wie Lkw-Autohöfe wirken.

Cockpit: Dieses hat beim Tesla Semi Truck nicht mehr viel mit einem herkömmlichen Lkw-Bock zu tun. Der Fahrer sitzt mittig platziert, kann bei Bedarf sogar stehen. Links und rechts sind – selbstverständlich für einen Tesla – zwei große Touchscreens vorhanden. Der Blick kann ungehindert in alle Richtungen schweifen, der so gefährliche tote Winkel dürfte an Schrecken verlieren. Viele Schalter, Knöpfe und Hebel gehören hier der Vergangenheit an.

Rundumsicht statt toter Winkel: Im Cockpit vom Tesla Semi hat er Fahrer alles gut im Blick.

Betriebskosten: Der (fossile) Treibstoff – meist Diesel – ist und bleibt der Hauptkostenpunkt für einen Spediteur. Zwar wird er derzeit teurer, aber auf niedrigem Niveau. Der Tesla Truck verspricht nun 200.000 Dollar (ca. 170.000 Euro) Einsparungen pro Jahr. Bei einer 160 Kilometer langen Strecke und einem maximalen Gesamtgewicht von 40 Tonnen, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h und einem Preis von 7 Cent pro Kilowattstunde soll der Tesla Semi 1,26 Dollar pro Meile kosten, so rechnete Tesla vor. Bei Konvoi-Fahrten soll es noch mal deutlich günstiger werden: nur 0,85 Dollar pro Meile. Die Kosten für einen Diesel-Lkw beziffert Tesla bei einem Gallonenpreis von 2,50 Dollar mit 1,51 Dollar pro Meile. Macht letztendlich eine Einsparung von rund 20 Prozent.

Das ist Teslas Elektro-Truck

Pepsi ordert gleich 100 E-Trucks

Bereits mehr als ein Jahr vor dem (beabsichtigten) Produktionsstart zeigt die US-Wirtschaft reges Interesse am Tesla Semi E-Truck. Ein Sprecher des Brauseherstellers PepsiCo bestätigte die Bestellung von 100 Exemplaren im Gegenwert von 15 bis 20 Millionen Dollar (ca. 12 bis 17 Mio. Euro) – der größte Auftrag bisher. Zuvor hatten Nahrungsmittelproduzent Sysco 50 und Getränkegigant Budweiser 40 Elektro-Lkw bestellt. Die US-Tochter des deutschen Paketdienstes DHL bestellte vorab zehn E-Lkw. Das Portal elektrek.com vermutet, dass es ausgehend von 300 offiziell bestätigten Bestellungen insgesamt schon 1200 Buchungen für den Semi Truck geben könnte.

Weitere Details: Dieses Youtube-Video zeigt den Tesla-Truck erstmals in Bewegung. Offenbar durften im Rahmen der Vorstellung ausgewählte Personen hinters Steuer, die den E-Truck ordentlich lossurren ließen. Im Video ebenfalls zu sehen sind die skurrilen "Selbstmördertüren" des Tesla Semi. Sie schwingen nach hinten auf und finden sich sonst eher in Vorkriegsfahrzeugen oder in Werken von amerikanischen Tunern und Customizern.
 

Pick-Up in der Warteschlange

Staatliche Ausmaße: Der Pick-up soll einen Ford F-150 Huckepack nehmen können.

Neben dem neuen E-Truck und dem Roadster hat Elon Musk auch einen Pick-up-Truck gezeigt. Laut Zeichnung wäre das Gefährt in der Lage, einen kompletten Ford F-150 zu transportieren. Gerade das amerikanische Volk liebt Pick-ups und da ist es nicht abwegig, dass sich Tesla auch in diesem Markt positionieren will. Aktuell existiert der Pick-up aber nur auf dem Zeichenbrett. Technische Daten gibt es nicht, sie dürften sich aber nicht groß von denen des E-Trucks unterscheiden. Mit einem Marktstart ist vielleicht 2022 zu rechnen, denn der Roadster, das Model Y und der Truck haben Vorrang. Derzeit kämpft Tesla mit erheblichen Produktionsengpässen beim neuen Model 3. Musk kündigte auch einen Bus für den öffentlichen Nahverkehr an. Sein langfristiger Plan sieht auch den Aufbau einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge vor, die als Roboter-Taxis und -Transporter den Verkehr revolutionieren sollen. Bislang setzt Tesla auf die Sportlimousine Model S und das größere Model X.

Stichworte:

Lkw Pick-up

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