Test BMW ActiveHybrid 7 — 02.11.2009

Erste Fahrt im 7er Hybrid

Als ActiveHybrid 7 verbraucht der 465 PS starke BMW 7er akzeptable 9,4 Liter auf 100 Kilometer. Die Hybridtechnik hat aber ihren Preis: Mindestens 105.900 Euro werden fällig. Erster Test.

Hybrid-Schriftzug am Heckdeckel? Das ist eine Ansage, da zählt jedes  eingesparte Gramm CO2. Schließlich geht es auch ums Prestige. Kein Wunder, dass BMW an jedem noch so kleinen Schräubchen dreht, um den Verbrauch des neuen Hybrid-7er zu senken. So bauen die Münchner beispielsweise besondere Aero-Räder mit Turbineneffekt an ihr Öko-Flaggschiff – dabei kommen gleich vier verschiedene Leichtmetallfelgen pro Auto zum Einsatz. Das spart immerhin zwei wichtige Gramm CO2 pro Kilometer ein. Deutlich mehr bringt natürlich das Hybridkonzept. Ein 20 PS starker Elektromotor im Getriebe unterstützt den V8-Turbobenziner beim Beschleunigen, gewinnt beim Verzögern Energie zurück, funktioniert zudem als Start-Stopp-Anlage. Unterm Strich stehen zwei beeindruckende Werte: Insgesamt 465 PS und 9,4 Liter Verbrauch.

Hier geht es zur BMW-Markenseite

Unter der Kofferraumklappe sitzt die Batterie – und kostet dort wertvollen Stauraum.

Unter der Kofferraumklappe sitzt die Batterie – und kostet dort wertvollen Stauraum.

So gesehen ein toller Erfolg, damit unterbietet der ActiveHybrid 7 den etwas schwächeren Bruder 750i um immerhin zwei Liter Verbrauch. Absolut betrachtet wirkt das jedoch eher wie ein besonders teures Feigenblatt. Denn der ActiveHybrid ist ausschließlich als mächtiger Achtzylinder zu haben, kostet mindestens 105.900 Euro (Langversion 112.900 Euro). Und: Der direkte Konkurrent des ActiveHybrid 7, der ähnlich gestrickte Mercedes S 400 Hybrid, unterbietet dank kleinerem V6-Motor sogar die 8-Liter-Marke. Immerhin rückt BMW die Verhältnisse beim Fahren zurecht, beeindruckt hier mit brutalem Schub und sanften Gangwechseln der Achtstufenautomatik.

Der Fahrer braucht Gefühl

Telekolleg Physik auf Bayern 3: Im Zentraldisplay wird über den Kraftfluss informiert.

Telekolleg Physik auf Bayern 3: Im Zentraldisplay wird über den Kraftfluss informiert.

Steht der 7er, stoppt die Maschine sanft. Würdevoll leise startet der V8 wieder, sobald das Bremspedal losgelassen wird. Nur ans Anfahren muss man sich gewöhnen. Gaspedal und Motor wirken synthetisch entkoppelt. Der Fahrer braucht Gefühl im rechten Fuß, um geschmeidig abzulegen, wenn es flott gehen soll. Anders als Mercedes bringt BMW die Lithium-Ionen-Batterie nicht im Motorraum unter. Stattdessen raubt der 120-Volt-Akku Platz im Gepäckabteil, von ursprünglich 500 Litern Volumen geht im Hybriden der Raum für eine pralle Sportasche verloren. Das muss man verschmerzen. Schließlich geht's hier vorrangig um Prestige und eine grüne Weste.

Techische Daten Motor: Elektromotor und Achtzylinder-Benziner • Systemleistung: 465 PS • 0–100 km/h: 4,9 Sek. • Spitze: 250 km/h • Verbrauch: 9,4 l Super • CO2: 219 g/km • Preis: ab 105.900 Euro

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metrofan1000
09.02.2012, 17:23Uhr

Ich habe ihn auf der IAA 2011 gesehen und es steht fest: Das ist ein echter Traumwagen, alles an Extras dran, und ein reines Gewissen kommt auch dank dem Hybrid Antrieb und dem tollen Verbrauch!

bonsaifreund
20.06.2011, 16:35Uhr

Prinzipiell kann man die Entwicklung von Hybriden nur begrüßen.
Wie jede Technologie braucht sie Zeit um sich zu etablieren und sich zu verbessern - schaut euch nur mal die Entwicklung der Mobiltelefone an.
Was micht verwundert, sind die teils sehr gewagten Kommentare von sogenannten Experten (z.B. 20 PS reicht nicht aus; Mild-Hybrid hat weniger Technik als Vollhybrid; ist nicht so sparsam). Hier muss ich schon widersprechen; um das genau zu bewerten ist sehr viel Technikverständnis und Einblick in die Technologie erforderlich.

zeta
12.06.2010, 21:38Uhr

ich bin den BWM Hybride ausgiebig gefahren und er ist gut, er ist sparsamer und
einfach nur gut

Charly
05.05.2010, 13:55Uhr

Der Erzeugungsaufwand von Hybriden ist katastrophal: In ein Kfz, das schon mit EINEM Motor gute Fahrleistungen bringt, baut man ZUSÄTZLICHE (=unnötige) Komponenten ein. Die Materialien hierfür werden erst gewonnen, dann verhüttet, veredelt, urgeformt, von einem Unterlieferanten zum anderen geschickt & rotieren dabei z.T. mehrfach um die Welt. Dabei wird so viel Energie verbraucht & CO2 frei, dass es das Kfz in seinem Leben nicht einspart. So ein Kfz kaufen wohl vor allem uninformierte Gutmenschen, Technikfreaks, die immer & überall vorne dabei sein müssen & (legasthenische) Profilneurotiker.

BMW
02.05.2010, 21:28Uhr

Hei Jungs, Ihr seit alle Dumme Schwätzer und Euch Neider kann man nichts recht machen! Ich habe meinen Range Rover verkauft und mir den BMW 750 Active Hybrid geleistet. Als Unternehmer kann ich mir das eben leisten ihr Dumpfbacken... ;o)

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