Erster Test BMW X6

BMW X6 BMW X6

Test BMW X6

— 26.11.2007

So spritzig fährt das SUV-Coupé

Der X6 soll SUV, Coupé und auch noch sportlich sein – AUTO BILD fuhr den bayerischen Alleskönner in den USA.

Normalerweise passiert nicht viel in Laurens. Doch an diesem Tag ist das anders. Während die Zeit in dem kleinen verschlafenen Südstaaten-Städtchen stillzustehen scheint, dürfen wir von AUTO BILD auf dem nahegelegenen Michelin-Testgelände ein Stück Zukunft erfahren. BMW bittet zu exklusiven Probefahrten mit dem X6. Zu dessen Serienausstattung wird neben dem obligatorischen Stabilitätsprogramm DSC und dem Allradantrieb xDrive auch die Dynamic Performance Control gehören. Das dynamische Differenzial an der Hinterachse kann die Fahrphysik zwar nicht ausbremsen, steigert Sicherheit und Spaß aber enorm. Der X6 nimmt Kurven deutlich weniger untersteuernd, das pfiffige Hinterachs-Differenzial hilft dem Coupé-Heck mit leichter Hand ums Eck. Wobei wir zwei mögliche Auslegungen für den X6 probieren konnten. BMW tendiert wohl eher zur mehrheitsfähigen Mild-Variante.

Rund 55.000 Euro soll der X6 3.0d kosten, 2500 Euro mehr als der X5.

Der gezielte Krafteinsatz am rechten oder linken Hinterrad erfolgt dabei kaum spürbar. Bei Variante zwei bleibt dem Fahrer der zusätzliche Schub im Rücken dagegen nicht verborgen, der X6 setzt das Heck stärker in Szene und fährt sich sportlicher. Dazu passen das dynamische Styling und das insgesamt sehr agile Handling. Weil der X6 gegenüber dem X5 rund 50 bis 70 Kilogramm leichter ausfällt, lässt er sich fast wie ein Pkw über den Handling- Parcours jagen. Dabei helfen natürlich auch der tiefere Schwerpunkt, die breitere Spur und die optionale 20-Zoll-Bereifung mit 275/40er-Reifen vorn und 315/35er hinten (Serie 250/55 ZR 19). Aus Freude am Fahren scheint der X6 also eine runde Sache. Minuspunkte sammelt das SUV-Coupé allerdings durch sein wichtigstes Charakter-Merkmal, die abfallende Dachlinie. Trotz erträglicher Platzverhältnisse im Fond fällt der Einstieg unbequem aus, zwingt die tiefe Sitzposition zu stärker angewinkelten Beinen. Doch wer schön sein will, muss wohl leiden – was sich an der Kasse fortsetzt. Rund 55.000 Euro soll der X6 3.0d kosten, rund 2500 Euro mehr als der X5.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Gerald Czaijka

So sehr das fahrdynamische Potenzial des X6 auch überrascht und begeistert, so deutlich rückt hier die Sinnfrage in den Vordergrund. Wer braucht einen SUV mit Coupé-Optik und dem Fahrverhalten eines Sportwagens? Vermutlich niemand. Aber vielleicht liegt ja genau darin seine Chance. Hier jetzt die ersten offiziellen Fotos des Serien-X6!

Autor: Gerald Czajka

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