Test Cadillac BLS 1.9 D

Cadillac BLS 1.9 D Cadillac BLS 1.9 D

Test Cadillac BLS 1.9 D

— 14.06.2006

Der Euro-Amerikaner

Mit dem neuen Cadillac BLS fährt ein Stück Europa vor: Gebaut wird die Limousine in Schweden, für Leistung sorgt ein Dieselmotor von Opel.

Von Detroit nach Trollhättan

Cadillac – was für ein Name. Über Jahrzehnte Inbegriff verschwenderischen Luxus, chromglänzender Heckflossen und blubbender V8. Cadillac –das war Las Vegas, Elvis. Sie hießen Fleetwood und Eldorado.

Heute bricht Cadillac mit alter Tradition, sogar mit seiner Herkunft. Denn der neue BSL ist längst kein Amerikaner mehr, sondern Europäer durch und durch. Er wird in Schweden bei Saab gebaut und ist technisch ein Opel Vectra. Konkurrieren soll das 4,68-Meter-Stufenheck allerdings mit 3er-BMW und Mercedes C-Klasse. Getestet haben wir den Euro-Ami als 1900er-Diesel mit Rußpartikelfilter. Der 150-PS-Turbo läuft kultiviert, durchzugsstark und mit 7,7 Litern im Schnitt sparsam. Diese Zahl stand bei Cadillac früher für den Hubraum.

Auch nicht mehr wie früher: das Fahrwerk. Vor allem bei langsamer Fahrt nimmt es die Straße eher mit deutscher Härte als mit US-plüschiger Gelassenheit. Im Innenraum verbaute GM durchaus ansehnlichen Kunststoff. Nur was nicht direkt im Blickfeld liegt, wirkt weniger liebevoll ausgesucht – wie zum Beispiel der Blinkerhebel.

Technische Daten, Preis und Bewertung

Die Lenkung arbeitet direkt, sechs Gänge wechseln ohne Widerstände. Einen Rest Patriotismus bewahrt sich Cadillac dann doch – im eigenwilligen Karosseriedesign: kantig wie ein Kühlschrank, die Motorhaube gebügelt, die Leuchten messerscharf geschnitten. Und der Preis? Kein US-Dumping, sondern selbstbewußte 28.450 Euro. Womit der Ami Mercedes & Co zwar unterbietet, aber auch die Verwandten Vectra und Saab übertrifft.

Autor: Margret Hucko

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