Test Citroën C-Crosser HDI 155

Test Citroën C-Crosser HDI 155

— 01.10.2007

Der C-Crosser überzeugt

Lang wollte Citroën von der "amerikanischen Mode" der SUVs nichts hören. Jetzt kommt der C-Crosser – ein etwas verfeinerter Mitsubishi und ein gelungenes und harmonisches SUV.

Der neue Outlander von Mitsubishi ist ein geglückter Wurf. Nicht nur, weil der Wagen selbst gut ist und das auch in Vergleichstests bewiesen hat; sondern auch, weil er per Kooperation Geld in die seit einiger Zeit wieder eigenständigen Firmenkassen bringt: Im japanischen Werk entstehen auch modifizierte Varianten des Wagens mit Peugeot- und Citroën-Markenzeichen.

Karosserie/Qualität

Beim C-Crosser stechen sofort die in Doppelwinkel-Form geknickten Kühlergrill-Chromleisten ins Auge. Auch sonst hat Citroën nicht mit noblem Zierrat gespart – und begründet damit die gegenüber dem Original-Outlander höheren Preise. Die Verarbeitung ist japanisch sorgfältig; die geräumige, bei Citroën stets siebensitzige Karosserie erfreut mit den gleichen pfiffigen Details wie im Outlander.

Fahrfreude/Antrieb

Im Fahrspaß ist der Wahlfranzose den zunächst lieferbaren Versionen des Original-Asiaten überlegen. Denn der kultivierte PSA-Diesel passt besser in den komfortablen, reisetauglichen Wagen als das bisher im Mitsubishi ausschließlich lieferbare VW-Aggregat.

Fahrleistungen

Der 155-PS-Diesel schiebt mit Manieren, aber dennoch mit Nachdruck an. Plus 13 km/h Spitze und minus 1,4 Sekunden auf 100 km/h erfreuen, fordern aber auch 0,2 Liter mehr Diesel auf 100 km im Vergleich zum japanischen Pendant.

Fahrwerk/Sicherheit

Mit den Michelin-Reifen lenkt der Wagen einen Tick weicher als mit den Dunlops des Outlander und bremst etwas besser. Kurven durchfährt man zielgenau. ESP greift nur ein, wenn es nottut. Geländetauglichkeit auf knapp klassendurchschnittlichem Niveau: Wenig Bodenfreiheit, dafür ein willig antretender Motor und ein genügend traktionsstarker Allradantrieb. Komfort ist die zentrale Stärke des C-Crosser – das passt zur Marke. Er federt kultiviert, der Motor ist leise, Sitze und Heizung überzeugen.

Preis/Kosten

Citroën ist ehrlicher als Peugeot, verzichtet auf einen Lockvogel mit Magerausstattung und wird den Billig-Benziner erst in die Preisliste setzen, wenn es ihn wirklich gibt. Wir finden das lobenswert – aber vielleicht wollen sich die Kunden ja lieber veräppeln lassen?

Fazit

Der C-Crosser ist ein gelungenes, harmonisches SUV. Im Gelände glänzt der Citroën nicht; sonst findet man aber keine echten Schwächen. Und die zunächst happig wirkenden Preise sind fair, setzt man die Ausstattung dagegen.
Technische Daten Citroën C-Crosser HDI 155
Motor R4, Turbodiesel, vorn quer
Hubraum 2179 cm³
Leistung 115 kW (155 PS) bei 4000/min
Drehmoment 380 Nm bei 2000/min
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Reifen 225/55 R 18
Leergewicht/Zuladung 1825/585 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst 2000/750 kg
Länge/Breite/Höhe 4646/1806/1670 mm
Bodenfreiheit 180 mm
Wattiefe 300 mm
Böschungswinkel vorn/hinten 22°/21°
Rampenwinkel 19°
Achsverschränkung/Index 15 mm/56%
Kraftübertragung
Sechsgang-Schaltgetr. ohne Geländered., Allrad permanent mit zentraler Lamellenkupplung (Kraftvert. v:h 100:0 bis 50:50) Heckantrieb abschaltbar
Messwerte
0-100 km/h 9,8 s
0-130 km/h 17,1 s
60-100 km/h im 5. Gang 10,5 s
80-120 km/h im 6. Gang 13,6 s
Höchstgeschwindigkeit 199 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 37,7/194 g/km
Normverbrauch/CO2-Ausstoß 7,3 l/194 g/km
Testverbrauch Ø (l/100 km) 7,4 l Diesel
Kosten
Steuer/Jahr (Pkw Diesel EU4) 340 Euro
Tpyklassen HPF/VK/TK (vorl.) 22/23/21
Preis 33.590 Euro

Autor: Thomas Rönnberg

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