Test Fiat Grande Punto Sport

Fiat Grande Punto Sport Fiat Grande Punto Sport

Test Fiat Grande Punto Sport

— 09.06.2006

Sportlicher sparen

Im flotten Trainingsanzug und mit einem 130-PS-Diesel läßt der neue Fiat Grande Punto Sport 1.9 Multijet ordentlich Dampf ab.

Auto ist Image. Und Sportlichkeit zieht immer. So oder ähnlich muß ein wichtiger Grundsatz der Marketing-Strategen lauten. Auch Fiat sieht das so und macht für den Grande Punto keine Ausnahme: Sport steht drauf, kecker Dachspoiler, dicke Schwellerblenden und auffälliger Kühler-Zierat kleben dran. Außerdem stellen die Italiener ihren Kleinwagen auf große Aluräder (17 Zoll), färben die Zifferblätter weiß ein und polstern körperumfassende Wangen an die Sitzflächen.

Bei der Technik hat Fiat ähnlich wirkungsvoll vollstreckt. Drei Motoren geben der neuen Ausstattungsgruppe dabei Amtshilfe. Es beginnt mit dem 1,4-Liter-Benziner mit 95 PS für 14.990 Euro. 16.390 Euro kostet der Diesel 1.3 Multijet 16V mit 90 PS, und stärkster Antrieb für den Punto Sport wird der 1.9 Multijet 8V mit 130 PS. Ihn gibt es für 17.990 Euro. Alle Sport erhalten ein Sechsganggetriebe, dessen Schalthebel sich allerdings nur etwas widerwillig führen läßt. Die beiden Diesel pusten ihre Abgase gegen Aufpreis (600 Euro) durch einen Rußfilter in die Freiheit. Der große Selbstzünder mit imposanten 280 Newtonmeter Drehmoment glänzt mit sattem Druck, guten Manieren und angenehm sonor-leisem Arbeitsgeräusch.

Das Fahrwerk erledigt seinen Job nicht ganz so souverän. Denn allen Grande Punto Sport hat Fiat kürzere, härtere Federn verpaßt. Was den Fahrkomfort betrifft, ist der gerade noch akzeptabel. Außer auf schnell passierten Bodenwellen federt der Punto erträglich. Aber der Sport nervt mit permanenten Poltergeräuschen aus den Achsaufhängungen. Das ist hart – und nicht besonders gut fürs Image.

Autor: Jan Horn

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