Test Fisker Latigo CS

Fisker Latigo CS Fisker Latigo CS

Test Fisker Latigo CS

— 15.02.2007

Ein bisserl' bayrisch

Ein normales 6er Coupé? Das kam für Ex-Aston- Martin-Chefdesigner Henrik Fisker nicht in Frage. Also baute er ein eigenes.

Was kommt dabei heraus, wenn ein bayrisches Coupé unter amerikanischer Sonne auf die Kunst britischer Formvollendung trifft? Richtig, ein 6er-BMW mit den Zügen der Nobelmarke Aston Martin. Henrik Fisker – ehemals bei Aston Martin tätig – widmete sich bei der Suche nach "neuen Herausforderungen" dem BMW 6er und verpasste diesem ein frisches Design, einen modifizierten Motor und eine komplett neue Material-Umhüllung. Kurzum: Er machte ein komplett neues Auto daraus, nämlich den Fisker Latigo CS.

Die Außenhaut des Fisker CS besteht größtenteils aus Carbon. Egal ob Kotflügel, Stoßstangen oder Motorhaube, jedes Bauteil weist die Fasern des edlen Verbundwerkstoffes auf.

Edel, edel: Dreispeichenlenkrad mit Fisker-Emblem und zweifarbig bezogenes Ledercockpit.

Allein bei den Türen entschied man sich für den Einsatz von Aluminium. Klassische BMW-Insignien, wie die breite Niere an der Front, wurden verbannt und durch eigenständige Form-Kompositionen ersetzt. Im Fall der Frontpartie kamen ein klassischer Maschendrahtgrill und eigens entworfene Scheinwerfer zum Einsatz. Darüber hinaus verpassten die Designer dem Sechserkleid kürzere Überhänge am Heck, um der Silhouette mehr Dynamik einzuhauchen. Besonders viel Wert legte man in Kalifornien auf die Lackierung. Das "Titanium Crystal" genannte Farbenspiel ändert je nach Sonneneinstrahlung und Lichtintensität das Lackbild. Der Innenraum definiert den Begriff "Volllederausstattung" neu. Armaturenbrett, Sitze, Türen, Lenkrad, sowie alle anderen auch nur erdenklichen Flächen im Interieur sind mit edler Tierhaut bezogen. Lediglich die gebürsteten Zierleisten aus Aluminium sind anorganischer Natur.

Damit die voluminösen Radkästen entsprechend formatfüllend besetzt werden, entschied man sich für den Einsatz von 20-Zoll-Alurädern. Bezogen wird das Felgenbett von Michelin Pilot Sport PS2 Reifen in den Dimensionen 255/30 ZR 20 (vorne) und 325/25 ZR 20 (hinten).

Der Sonne hinterher: 620 PS und rund 330 Km/h Höchstgeschwindigkeit versprechen eine Menge Fahrspaß.

Genauso sportlich wie das Design soll auch die zukünftige Antriebsquelle sein. Die Planung sieht den Einsatz des M6-Kolbenschwingers vor. Für entsprechenden Feinschliff ist der amerikanische BMW-Tuner Dinan zuständig. Der Veredler bohrt das Zehnzylinder-Aggregat von 5,0 auf 5,8 Liter auf, optimiert die Ansaugwege und rundet das neue Komplettparket mit einer schärferen Nockenwelle sowie einer Sportauspuffanlage ab. Am Ende soll sich der Kunde über 620 PS und rund 330 km/h Höchstgeschwindigkeit freuen dürfen. Für eine optimale Verzögerung sind geschlitzte 380-mm-Bremsscheiben vorgesehen. Preis des Multikulti-BMW: zwischen 182.000 und 249.000 US-Dollar. Um Verwechslungen zu vermeiden, ziert den Latigo CS natürlich ein eigenes Logo. Das Emblem zeigt den Pazifik vor der Küste Kaliforniens bei Sonnenuntergang. Auch nicht schlecht.

Technische Daten Fisker Latigo CS V10-Motor, vorn längs • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 5800 cm3 • Leistung 455 kW (620 PS) bei 7850/min • Literleistung 106 PS/Liter • max. Drehmoment ca. 600 Nm bei 6100/min • Hinterradantrieb • sequenzielles Siebengang- Getriebe (SMG) • innenbel. Scheibenbremsen v./h. 380/345 mm • Reifen v. 255/30 u.h. 325/25 ZR 20 • Länge/Breite/Höhe 4821/1855/1380 mm • Radstand 2781 mm • Leergewicht 1720 kg • Leistungsgewicht 2,8 kg/PS • Tankinhalt 70 l • Beschleunigung von 0–100 km/h in 4,1s • Höchstgeschwindigkeit 330 km/h Preis: ab 182.000 Dollar.

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