Test Honda CR-V

Honda CR-V Honda CR-V

Test Honda CR-V

— 15.11.2006

Honda für Fortgeschrittene

Generation zwei des Honda CR-V setzt auf dynamisches Design und Technik-Highlights. Auch preislich kratzt er schon am Premium-Segment.

Weniger SUV, mehr Van. Mit der zweiten Generation des CR-V wechselt Honda vom rustikalen zum eher komfortablen Freizeitmobil. Obwohl die Karosserie in der Höhe (1,68 m) um 3,5 und in der Länge (4,53 m) sogar um elf Zentimeter schrumpfte, wirkt der CR-V größer und erwachsener als sein Vorgänger. Das Schönste: Er ist innen nicht kleiner, bietet bei gleichem Radstand sogar mehr Platz und überzeugt mit guter Variabilität. Das Fahrverhalten passt zum neuen Anspruch. Der CR-V fühlt sich mehr nach Limousine als nach einem Geländewagen an.

Für Ausflüge ins Gelände: Der Honda CR-V kommt mit Allradantrieb.

Normalerweise nur von den Vorderrädern angetrieben, leitet eine Lamellenkupplung bei auftretendem Schlupf bis zu 35 Prozent der Kraft an die Hinterräder. Die Federung ist angenehm straff, ohne jedoch übertrieben sportlich zu sein. Typisch Honda: Das Fahrwerk der Dieselversion ist komfortabler abgestimmt als beim Benziner. Die Lenkung ist zwar angenehm direkt, könnte aber noch bessere Rückmeldung geben. Beim Antrieb gibt es die Wahl zwischen einem neuen Benziner mit zwei Liter Hubraum und 150 PS sowie einem 2,2-Liter-Turbodiesel mit 140 PS. Der bietet eine angenehm gleichmäßige Kraftentfaltung, wird nie aufdringlich und ist die eindeutig bessere Wahl. Denn der Benziner will viel höher gedreht werden, liefert das höchste Drehmoment erst bei 4200 Touren.

Ein Novum in dieser Klasse ist das Notbremssystem CMBS. Es misst den Abstand zum Vordermann und warnt den Fahrer, wenn die Distanz zu kurz wird. Reagiert der Fahrer nicht, straffen sich die Gurte und das System leitet automatisch eine starke Bremsung ein. Leider ist das System mit 2950 Euro ziemlich teuer und zudem nur für die Topausstattung Executive (ab 32.450 Euro) erhältlich. Weitere Technik-Highlights sind das Kurvenlicht AFS (im Paket für 2950 Euro) sowie das serienmäßige Anhängerstabilisierungssystem TSA. Der CR-V-Einstieg beginnt bei 26.950 Euro – ein vergleichbarer Toyota RAV4 ist 1250 Euro günstiger.

Fazit


Eigenständiges Design, gute Verarbeitung, viel Platz und jede Menge Technik-Features: Der neue Honda CR-V ist eine echte Alternative. Auch zu den Premium-SUV. Das gilt leider auch für den Preis.

Technische Daten Honda CR-V 2.2i i-CTDi Vierzylinder-Turbodiesel, vorn quer eingebaut, Rußpartikelfilter • 4 Ventile pro Zylinder • Hubraum 2204 ccm • Leistung 103 kW (140 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 340 Nm bei 2000/min • Allradantrieb • Sechsgang-Schaltgetriebe • Scheibenbremsen, vorn belüftet • L/B/H 4525/1820/1675 mm • Leergewicht 1687 kg • Kofferraumvolumen 524 l • Tankinhalt 58 l • Beschleunigung 0–100 km/h 10,3 s • Höchstgeschwindigkeit 187 km/h • Verbrauch 6,5 l Diesel (EU-Mix) • Preis ab 29.400 Euro

Autor: Lars Zühlke

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.