Test Hyundai Genesis

Hyundai Genesis Hyundai Genesis

Test Hyundai Genesis

— 10.12.2008

Der hätte genug Klasse für Europa

Der V8-Benziner kommt zwar zur falschen Zeit, doch der Genesis ist eine beeindruckende Luxus-Limousine: standesgemäß, hochwertig und mit 37.250 Dollar in den USA sehr günstig. Fehlt eigentlich nur ein sparsamer Motor.

Die S-Klasse von Hyundai, der Genesis, kommt jetzt komplett neu. Leider nur nach Asien und in die USA. Mit modernem Design und toller Verarbeitung würde der Koreaner auch nach Europa passen. Doch trotz 4,98 m Länge bietet er nicht besonders viel Platz, und nach 375 PS fühlt sich der 4,6 Liter große V8 nicht an. Umso mehr überzeugt der Rest. Ob Lenkung, Bremsen oder das Fahrwerk mit Fünf-Lenker-Achsen rundum – alles ist europäisch straff und direkt abgestimmt. Der Achtzylinder und die Sechsstufen-Automatik harmonieren wie ein altes Ehepaar. Erst über 200 km/h wird der Fahrtwind laut, der Geradeauslauf etwas schlechter. 

Koreas rollende Visitenkarte rückt S-Klasse und 7er auf den Leib

Die Schokoladenseite des Genesis. Die Verarbeitung überzeugt bis ins Detail.

Der Genesis zeigt, welche Klasse Hyundai inzwischen baut. Nur: Der durstige Benziner passt nicht nach Europa, auch mit dem V6-Diesel bliebe die Luxus-Limousine ein Außenseiter. Ihre Technik mit Heckantrieb kommt aber zu uns – im Hyundai Coupé mit Vierzylinder. Die Verarbeitung hat deutsches Niveau erreicht. Materialien, Passungen und Fugen zeigen Top-Qualität. Was fehlt: ein Diesel. Oder sollen wir sagen: ein Hybrid? Hyundai hat ihn angekündigt, im Genesis würde der Sparmotor passen. Der Federungskomfort überzeugt trotz straffer Grundabstimmung. Von amerikanischer Schaukelei keine Spur.

Autor: Georg Kacher

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