Test Hyundai Santa Fe – VW Touareg

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD gegen VW Touareg R5 TDI Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD gegen VW Touareg R5 TDI

Test Hyundai Santa Fe – VW Touareg

— 06.09.2006

Die koreanische Alternative

Fast 10.000 Euro trennen den neuen Hyundai Santa Fe vom VW Touareg. Hat das SUV aus Wolfsburg da überhaupt noch eine Chance?

Mutig sind sie ja, die Koreaner. Mit dem neuen Santa Fe wagt sich Hyundai direkt ins Revier des Touareg, die Ähnlichkeit bei Größe und Auftritt ist offensichtlich. Auch das Raumangebot des Santa Fe entspricht jetzt ziemlich genau dem des Touareg – beide sind luftig und geräumig und haben große, variable Kofferräume. Gegen Aufpreis (1490 Euro) gibt es im Hyundai noch eine dritte Sitzreihe. Die taugt allerdings nur für Knirpse und verschwindet ansonsten im Kofferraumboden. Das Santa-Fe-Cockpit ist eines von der ansehnlichen Sorte, und auch wenn Alu und Holz nur Kunststoff-Imitate sind – hier ist nichts peinlich. Der VW dagegen bietet mehr: Sein Interieur setzt Maßstäbe. Nobles Ambiente, feine Materialien, blitzsaubere Verarbeitung. Auch die angenehm straff gepolsterten Sessel sind bequemer als die eher kleinen Sitze im Hyundai. Der 2,5-Liter-Diesel mit Pumpe-Düse-Einspritzung im VW wirkt rein subjektiv träge, passt aber mit seinem fülligen Drehmoment (400 Newtonmeter) und dem leise grummelnden Fünfzylinder-Sound bestens zum 2,5-Tonnen-Gelände-Bullen. Zumal die schnelle Sechsstufen-Automatik aufmerksam mitspielt. Auch der 2,2-Liter-Vierzylinder mit Common-Rail-Einspritzung im Santa Fe macht seine Sache gut, läuft weich, rund und leise. Hier stört jedoch die Fünfstufen-Automatik, da sie häufig unmotiviert nervös hin- und herschaltet.

Hyundai hat aufgeholt: Beim Test schloss er punktgleich mit dem Touareg.

Welten liegen zwischen den beiden Autos beim Thema Fahrwerk: Der Hyundai rumpelt auf Querfugen und neigt auf langen Bodenwellen zum Schaukeln. Kein Vergleich mit dem komfortablen VW, der solche Übungen souverän meistert. Zudem bietet der Touareg weitere Vorteile: Er hat serienmäßig eine Untersetzung an Bord, gegen Aufpreis gibt es Luftfederung (2950 Euro) und eine Hinterachs-Differenzialsperre (780 Euro), alles wichtige Zutaten für den Ausritt ins Gelände. Da kann der Santa Fe nicht mithalten, beim Preis jedoch bleiben die Koreaner bescheiden: Knapp 10.000 Euro ist der Hyundai günstiger als der VW. Im Grunde ein K.-o.-Kriterium.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke Groß, geräumig, ordentlich verarbeitet und satte 10.000 Euro günstiger als der VW Touareg: Der Hyundai Santa Fe schafft ein Unentschieden. Vorbeiziehen kann er nicht. Der VW glänzt mit viel Sorgfalt im Detail, bietet spürbar mehr Komfort, die schlauere Automatik und das bessere Fahrverhalten.

Autor: Dirk Branke

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