Test Hyundai Santa Fe 2.2 CRDI

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDI 4WD Hyundai Santa Fe 2.2 CRDI 4WD

Test Hyundai Santa Fe 2.2 CRDI

— 05.03.2010

Überarbeiteter Sante Fe

Nur Kennern fällt das Facelift beim Hyundai Santa Fe auf. Doch unter der Haube tat sich bedeutend mehr: ein komplett neuer EU 5-Dieselmotor mit 197 PS. Billig ist der Koreaner allerdings nicht.

Der 2006 präsentierte Santa Fe der zweiten Generation ist das einzige große Auto von Hyundai, das es in Deutschland auf ordentliche Verkaufszahlen bringt. Neben optischer Kosmetik erhielt der 2010er-Modelljahrgang komplett neue Motoren: Den 2.7-V6-Benziner ersetzt ein 2.4-Vierzylinder, der 2.2-Turbodiesel wurde von einer gleich großen Neukonstruktion abgelöst. Der koreanische Allradler fällt etwas größer aus als der Durchschnitt der Mittelklasse-SUVs. Mit 4,66 Meter Länge entspricht er praktisch einem Audi Q5. Deshalb geht es recht geräumig im Innen- und Kofferraum zu, aus dem sich gegen Aufpreis sogar eine kleine dritte Sitzreihe herausfaltet. Auch die Innenoptik hat Hyundai erfolgreich aufgehübscht.

Fahrfreude/Fahrleistungen

Der Santa Fe gehört zu den ordentlich gefederten Autos.

Der neue Turbodiesel von Hyundai prägt den Charakter des Santa Fe: kultiviert und angenehm kraftvoll bei nur kleiner Turboverzögerung. Das Sechsganggetriebe schaltet sich problemlos, aber es gibt auch eine Getriebeautomatik (1800 Euro), ebenfalls mit sechs. Der starke Dieselmotor macht den Santa Fe schneller – offenbar zu schnell, weshalb er bei echten 194 km/h sanft, aber bestimmt abgeregelt wird.

Fahrwerk/Geländetauglichkeit

Ordentliche Bremsen, serienmäßig ESP und sechs Airbags – durchschnittlich. Eine elektronisch geregelte Kupplung schickt die Zusatzkraft zur Hinterachse. Diese Kupplung gibt aber recht früh auf und verlangt eine Minute Pause (Kontrolllampe!), wenn man ihr zu lange im Tiefschnee wühlt. Komfort Der Santa Fe gehört zu den ordentlich gefederten Autos. Der Diesel läuft recht dezent.

Preis/Kosten

Billig ist der Santa Fe nicht, und mehr Luxus als CD-Radio, Nebelscheinwerfer und manuelle Klimaanlage gibt es für 34.640 Euro auch nicht. Trost: Ein Audi Q5 ist 3500 Euro teurer. Wer viele Extras im Santa Fe will, ordert das Premium-Paket zu fairen 5350 Euro. Gut: Neuer Motor und drehzahlsenkender sechster Gang reduzieren den Dieselverbrauch auf konkurrenzfähige Werte.

Technische Daten: 4-Zyl.-Reihe, Turbodiesel, vorn quer • Hubraum 2199 cm3 • Leistung 145 kW (197 PS) bei 3800/min • Drehmoment 422 Nm bei 1800/min • Leergewicht/Zuladung 1904/666 kg • Wattiefe 500 mm • Beschleunigung 0–100 km/h 8,9 s • Höchstgeschwindigkeit 194 km/h • Testverbrauch Ø (l/100 km) 7,6 Diesel • Grundpreis 34.640 Euro.
Martin Braun

Martin Braun

Fazit

Der überarbeitete Santa Fe ist ein geräumiger Mittelklasse-Allradler mit viel Zuladung und ordentlicher Anhängelast – einfach ein praktisches Auto für viele Zwecke. Der neue, starke Dieselmotor macht ihn souverän. Aber koreanisch billig ist er längst nicht mehr.

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