Test Jeep Cherokee 2.8 CRD

Test Jeep Cherokee 2.8 CRD Test Jeep Cherokee 2.8 CRD

Test Jeep Cherokee 2.8 CRD

— 23.11.2007

Rothaut im grünen Bereich

Während sich der kantige Cherokee seit 1988 bei uns blendend verkaufte, floppte die 2001er-Version. Der Jeep Cherokee 2.8 CRD ist eine neue Modellgeneration mit überzeugender Technik.

Es kann nur besser werden. Warum? Weil es zuletzt Rapide bergab ging. Während sich der kantige Cherokee seit 1988 bei uns blendend verkaufte, floppte die 2001er-Version mit rundlichem Retrodesign à la Ur-Jeep. Jetzt kommt die nächste Generation. Ihr Job: verlorenes Terrain zurückzuerobern. Die Chancen stehen gut. Denn der jüngste Jeep, der den Namen des größten Indianervolks der USA trägt, räumt mit den Defiziten seines Vorgängers weitgehend auf. Der Längenzuwachs von sechs Zentimetern hört sich bescheiden an, aber das täuscht. Weil das Ersatzrad jetzt nicht mehr an der Hecktür hängt, sondern unter dem Ladeabteil liegt.

Erfreulich: der starke Diesel

Eckig statt rund: So lieben wir den Cherokee. Das Faltschiebedach gibt es ab Werk.

Tatsächlich ergibt sich damit ein Wachstum von 27 Zentimetern, das vor allem den Fondpassagieren zugutekommt. Einsteigen. Was sehen wir? Ein modernes, sauber strukturiertes Bedienpanorama, wie es sein soll – inklusive Klimaregelung nach Mercedes-Art. Einzige Schwächen: Die Schalter für ESP und Bergabfahrtbremse tragen keine Kontrollleuchten (Anzeige nur im Uhren-Ensemble), der rustikale Haltegriff für den Beifahrer ist für genau den nicht erreichbar. Und die Vordersitze verdienen Kritik: zu kurz, zu schmal, kaum Seitenhalt.

Starten, losfahren. Wir notieren eine straffere Fahrwerkdämpfung, eine präzisere Vorderachse, aber noch immer keine harmonische Führung. Warum mühte man sich, der Starrachse mit vier Längslenkern Manieren beizubringen anstatt gleich komfortable Trapezlenker einzupflanzen? Wegen der Geländegängigkeit? Kaum: Die 19 Zentimeter Luft unter der Vorderachse sind eh nur SUV-Niveau. Erfreulich: der starke Diesel. Er schöpft seinen Schub aus dem Parterre, herzhaft und unaufgeregt. Dazu passend: die beim Testwagen verbaute Fünfstufenautomatik (Serie: Sechsgang manuell).

Weitere Worte zum 2008er-Cherokee in Steckbriefform: solide Verarbeitung, neuer Allradantrieb, respektable Anhängelast (2,8 Tonnen), aber zu hohes Leergewicht. Das sind jedoch nur Randaspekte – verglichen mit der Feststellung, dass es unter dem Namen Jeep Cherokee endlich wieder ein überzeugendes Auto gibt.

Fazit von Wolfgang Blaube

Wer Cherokee sagt, sollte sich ab sofort auf ein neues Niveau einstellen. Zur kernigen Optik gibt es konkurrenzfähige Technik. Keine Frage: Jeep hat den Anschluss gefunden.
Jeep Cherokee 2.8 CRD
Motor/Hubraum Vierzylinder, Turbo/2768 cm³
Leistung 130 kW (177 PS)
Drehmoment bei U/min 460 Nm/2100
Länge/Breite/Höhe 4493/1839/1797
Radstand 2694 mm
Spurweite v./h. 1549 mm
Werksverbr. /l/100 km) – CO2 9,4 l D – 250 g/km
Leergewicht 2110 kg
PREIS ab 31.990 Euro
PLUS: kräftiger Diesel, gut im Gelände, hohe Anhängelast, ordentliche Verarbeitung
MINUS: hohes Leergewicht, Vordersitze mit zu wenig Seitenhalt, straffe Fahrwerkdämpfung
NOTE: 2-
Konkurrenten: Land Rover Freelander TD4, 152 PS, ab 30.900 € und Kia Sorento 2.5 CRDi, 170 PS, ab 30.750 €

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