Test Jeep Cherokee 2.8 CRD

Jeep Cherokee 2.8 CRD Jeep Cherokee 2.8 CRD

Test Jeep Cherokee 2.8 CRD

— 05.09.2008

Der Cherokee zeigt wieder Kanten

Der Vorgänger war ein Flop: Jetzt kehrt der Jeep zur alten Linie zurück – ein Raubein für die Drecksarbeit. Fans werden es begrüßen, denn so muss ein Jeep aussehen und fahren.

Nach dem Flop des Vorgängers trägt der neue Jeep Cherokee wieder Kanten – wie die Mini-Ausgabe des Marken-Flaggschiffs Commander. Mit unter 4,50 m Länge ist er außen wie innen kompakt, richtig viel Platz genießt man weder in der ersten noch in der zweiten Sitzreihe. In den USA gilt der Jeep als Einkaufs- und Zweitwagen für die Gattin. So gefällt der neue Indianer mit US-typisch problemloser Bedienung, aber auch schlichter Verarbeitung und Materialqualität. Ein netter, in dieser Klasse einzigartiger Gag: Das Spitzenmodell Limited Exclusive bietet als Extra ein riesiges Faltschiebedach, das von vorn oder auch von hinten öffnet.

Echt Jeep: Billigplastik und ein Geländegang

Jeep hat eine Chance vertan – Auf der Straße hängt die Konkurrenz das Klettertier längst ab.

Dem überarbeiteten 2,8-Liter-Diesel liegt sportliche Fahrweise weniger: Der kernig ziehende Vierzylinder dröhnt rau, die aufpreispflichtige Automatik senkt gern die Drehzahlen. Das neue Allradsystem regelt auf Knopfdruck die Kraftver teilung elektronisch, je nach Untergrund. Mit zuschaltbarem Untersetzungsgetriebe taugt der Cherokee sehr gut für Offroad-Einsatz – trotz der relativ knappen Bodenfreiheit von 189 mm. Die langen Federwege machen dafür das Straßenhandling etwas schaukelig, notfalls bremst ESP den Jeep. Dafür erspart die weiche Dämpfung böse Stöße. Nur: US-Schnäppchen sind die Jeep-Preise nicht.

Fazit

Fans werden es begrüßen: So muss ein Jeep aussehen und fahren. Doch auf der Straße hängt die Konkurrenz das Klettertier längst ab. So bleibt das Original in seiner Nische hängen – Jeep hat eine Chance vertan.
Test Jeep Cherokee 2.8 CRD Auto.
Motor/Hubraum Vierzylinder-Turbo/2777 cm³
Leistung 130 kW (177 PS)/3800 U/min
Drehmoment bei U/min 460 Nm/2000
0–100 km/h 10,5 s
Höchstgeschwindigkeit 179 km/h
Verbrauch (l/100 km) – CO2 9,0 l Diesel – 242 g/km
Kofferraum 419–1404 l
Länge/Breite/Höhe 4493/1839/1736 mm
Preis ab 35.490 Euro
Plus: kräftiger Motor, sanfter Abrollkomfort, urige Optik, gute Offroad-Tauglichkeit


Minus: mäßige Verarbeitung, knappes Platzangebot, onroad schaukeliges Fahrverhalten
Note 3
Konkurrenten: Nissan X-Trail 2.0 dCi, 173 PS, ab 32.460 € und Mercedes GLK 220 CDI, 170 PS, ab 40.341 €

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