Test Jeep Grand Cherokee 4.7

Test Jeep Grand Cherokee 4.7 Test Jeep Grand Cherokee 4.7

Test Jeep Grand Cherokee 4.7

— 13.06.2006

Achter fürs Volk

Mit einem Preis von knapp 40.000 Euro ist der große Cherokee das billigste Achtzylinder-Auto in Deutschland – aber sicher kein Sparmodell.

Echter Ami-Sound

Fast 9000 Euro spart man beim neuen Grand Cherokee, wenn man statt des 5,7-Liter-Hemi-V8 den einen Liter kleineren Achtzylinder wählt. Man begnügt sich mit 231 statt 326 PS. Wer die Sparsamkeit noch weiter treiben will, kann zwar auch den Mercedes-3.0-V6-Turbodiesel mit 218 PS wählen. Den echten Ami-Sound verliert der Grand Cherokee damit allerdings. So bleibt für US-Fans trotz der europäischen Spritpreise der – noch dazu 2000 Euro billigere – V8-Benziner mit der Kennung 4,7 eine interessante Alternative.

Karosserie/Qualität: Ein Anständiges, aber nicht üppiges Platzangebot kennzeichnet die dritte Generation des Grand Cherokee. Dafür sind die Abmessungen auf europäischem Niveau geblieben und entsprechen in etwa denen eines VW Touareg. Typisch für den Jeep ist die sehr hohe Ladekante (800 mm) zum Gepäckraum.

Fahrfreude/Antrieb: Natürlich spürt man im 4.7 den Unterschied zum 95 PS stärkeren 5.7 Hemi. Trotzdem läßt auch der 4.7-V8 den Grand Cherokee schön amerikanisch und damit schön souverän wirken. Das Zusammenspiel mit der Automatik klappt gut.

Fahrleistungen: Besonders gefällt die kräftige Anfahrbeschleunigung. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht der Jeep bei lässigen 4000 Touren im vierten (!) Gang, sie wird nicht elektronisch begrenzt.

Andere federn besser

Fahrwerk/Sicherheit: Gar nicht amerikanisch-gefühllos ist die Lenkung. Die Bremsen reichen gerade so. Gut: ESP serienmäßig.

Geländetauglichkeit: Betont lässig klettert der Jeep auch über grobe Hindernisse. Die Bodenfreiheit von 210 Millimeter dagegen ist im Zeitalter der Konkurrenten mit Luftfederung nur Durchschnitt.

Komfort: Ausreichender Federungskomfort, unterstützt durch softe Sitze. Der Jeep federt gut, die Mitbewerber federn besser.

Preis/Kosten: Der Basispreis ist günstig, die Basisausstattung (Laredo) großzügig. Mehr bietet der Limited (plus 4000 Euro): beheizbare Ledersitze, Soundsystem, klappbare Spiegel, Holzdekor, automatische Regelung für die Klimaanlage. Der Verbrauch? Deftig, aber auch die deutschen V8-Benziner konsumieren nicht weniger.

FAZIT: Der Grand Cherokee wirkt mit dem simplen V8-Benziner naturgemäß wesentlich authentischer und amerikanischer als mit dem neuen deutschen Turbodiesel. Der V8 macht den Jeep zum lässigen US-Auto – obwohl unsere EU-Version in Österreich gebaut wird. Doch bei einem Verbrauchsunterschied zum Diesel von vier Litern auf 100 Kilometer siegt bei europäischen Autofahrerseelen erfahrungsgemäß die Zurückhaltung.

Technische Daten und Wertung

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Vergeben Sie eigene Noten für den Jeep Grand Cherokee 4.7. Den Zwischenstand sehen Sie nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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