Test Kia cee'd Sporty Wagon/Kia excee'd — 17.08.2007
Schön praktisch ...
... und 3000 Euro billiger als der Golf. Nach der cee'd-Limousine folgt jetzt der Sporty Wagon. Mit überzeugenden Talenten und einem Hammer-Preis.
Insgesamt passen 1664 Liter Gepäck in den Kofferraum, selbst mit aufgestellter Sitzbank fasst der Sporty Wagon 534 Liter. Zum Vergleich: Ein Golf Variant schluckt maximal 1495 Liter (505 normal). Gleichzeitig mit dem Kombi nimmt Kia noch einen neuen Motor ins Programm. Der 2.0 CRDi (22.890 Euro) mit Partikelfilter leistet 140 PS, soll dabei nur 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen. Allerdings ist diese sparsame Abstimmung an eine sehr lange Übersetzung gekoppelt – was dem Vierzylinder einiges an Druck raubt. Die von VW und Opel bekannte Durchzugskraft erreicht Kias 2.0 CRDi jedenfalls nicht, zudem vibriert der Turbodiesel unter Last etwas. Das lässt sich verschmerzen, zumal der Motor gut gedämmt wurde und entsprechend leise zu Werke geht. Auch die Sechsgang-Schaltung stimmt, sie ist leichtgängig und lässt sich passabel führen. Beim Fahrwerk haben es die Entwickler zu gut gemeint. Ohnehin baut der Sporty Wagon auf dem straff gefederten Fünftürer auf. Für das höhere Gewicht des Kombis legten die Techniker nochmals mit Härte nach – zu Ungunsten des Komforts. Über Querfugen rumpelt der Sporty Wagon arg sporty. Aber bei Kia soll eben alles etwas schneller gehen.
| Motor/Hubraum | Vierzylinder, Turbo/199 cm³ |
|---|---|
| Leistung | 103 Kw (140 PS) |
| Drehmoment bei U/min | 304 Nm/1800 |
| 0-100 km/h | 10,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 205 km/h |
| EU-Mix (l/100 km) - CO2 | 5,8 l D - 154 g/km |
| Länge/Breite/Höhe | 4470/1790/1525 mm |
| Leergewicht/Zuladung | 1572/457 kg |
| Preis | ab 22.890 Euro |
| Plus: großer, vielseitiger Kofferraum, gute Sicherheitsausstattung, günstige Preise | |
| Minus: Extras nur in Paketen und Ausstattungslinien, mäßige Materialanmutung, zäher 2.0-l-Diesel | |
| Note: 3+ | |
| Konkurrenten: VW Golf Variant 2.0 TDI, 140 PS ab 24.900 € / Peugeot 307 HDi Break, ab 23.400 € | |
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Jan Horn
Kompakt-Kombi aus Korea. Statt der drei Ks schlage ich drei Gs vor: gelungen, gut, günstig. Der Sporty Wagon vereint praktischen Nutzen mit problemlosem Umgang und fairen Kosten. Da wird die Konkurrenz schlucken.Offen für neues Image
Die Studie Kia excee'd gefällt mit schlanken Linien und Stoffdach. 2009 könnte das Cabrio so kommen. Man muss es erst einmal klar und deutlich sagen: Das Cabrio, das hier erstmals auf der Straße vorführt, ist ein Kia. Jawohl, ein Kia. Von der koreanischen Allerweltsmarke, die jedoch zuletzt mit guten Tests überzeugt hat. Und die unbedingt aus der Billignische herausfahren will, wie die Cabrio-Studie excee'd jetzt beweist. Schlank und stilsicher fährt der weiße Viersitzer auf Basis des Dreitürers vor. Die Kühlernase verkleinert, die Augen vergrößert und mit LED-Optik verfeinert, das Heck mit eckigen Endrohren aufgepeppt – schon ist der Serienmief weg. Das Besondere: Das Cabrio hat ein Stoffdach, weil Designchef Peter Schreyer sagt: "Ich mag keine Blech-Klappdächer." Kia führt damit gegen den Trend. Vorteil: Hinten ragt kein hohes Pummelheck empor. "Der excee'd würde zur Marke passen", meint Ex-Audi-Designer Schreyer. Muss er ja sagen, schließlich hat er ihn entworfen und will damit der Marke endlich ein eigenes Profil verschaffen. Könnte klappen.Fazit: Bitte bauen, Kia
Alle bauen Hardtop-Cabrios – was fehlt, ist ein schönes, kompaktes Cabrio mit Stoffdach. Der Kia sieht gut aus, der Preis könnte passen. Diese Chance sollten die Koreaner nutzen.Technische Daten Kia excee'd Vierzylinder, vier Ventile pro Zylinder • 1975cm³ • 105 kW (143 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment 186 Nm bei 4600/min • Fünfgangmanuell • Einzelradaufh. • Länge 4250mm • 0–100 km/h ca. 10 s • Spitze ca. 200 km/h.

































