cee'd Sporty Wagon/excee'd

Kia cee'd Sporty Wagon/Kia excee'd Kia cee'd Sporty Wagon/Kia excee'd

Test Kia cee'd Sporty Wagon/Kia excee'd

— 17.08.2007

Schön praktisch ...

... und 3000 Euro billiger als der Golf. Nach der cee'd-Limousine folgt jetzt der Sporty Wagon. Mit überzeugenden Talenten und einem Hammer-Preis.

Eines hat Kia VW voraus: Die Koreaner sind einfach ein bisschen schneller. Während VW mit den Kombi-Versionen des Golf traditionell Jahre später kommt, braucht Kia nur sieben Monate, um einen Lademeister nachzuschieben. Der Kombi des jüngst eingeführten Kompaktwagens cee'd steht ab 31. August bei den Händlern. Und die können sich schon mal freuen. Weil der cee'd Sporty Wagon alles mitbringt, was Erfolg verspricht. Zum Beispiel günstige Preise. Ab 15.850 Euro geht es mit einem 109 PS starken 1.4 LX los. Für einen gleich starken Golf Variant muss man bei VW 18.875 Euro bezahlen. Dazu kommt: Im Preis des Kia ist im Großen und Ganzen alles enthalten, was ein Auto braucht – und vor allem alles, was einen vernünftigen Kombi ausmacht. Sechs Airbags, aktive Kopfstützen und ESP stehen für die Sicherheit, elektrische Fensterheber oder CD-Radio beispielsweise heben den Komfort. Auf dem Kombi-Konto hortet der Sporty Wagon ebenfalls ein pralles Guthaben: Eine Dachreling gehört genauso zum Serienumfang wie ein Trennnetz oder ein unter dem Ladeboden verstecktes, unterteiltes Fach mit immerhin 55 Liter Fassungsvermögen. Die Lehne der Fondbank lässt sich zudem ganz flach legen, die Klapp-Mechanik ist leichtgängig, und beim Hochstellen muss man keine Angst haben, dass sich ein Gurt in die Verriegelung quetscht.

Übernahme: Das Cockpit ist exakt wie beim Steilheckmodell des cee'd.

Insgesamt passen 1664 Liter Gepäck in den Kofferraum, selbst mit aufgestellter Sitzbank fasst der Sporty Wagon 534 Liter. Zum Vergleich: Ein Golf Variant schluckt maximal 1495 Liter (505 normal). Gleichzeitig mit dem Kombi nimmt Kia noch einen neuen Motor ins Programm. Der 2.0 CRDi (22.890 Euro) mit Partikelfilter leistet 140 PS, soll dabei nur 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen. Allerdings ist diese sparsame Abstimmung an eine sehr lange Übersetzung gekoppelt – was dem Vierzylinder einiges an Druck raubt. Die von VW und Opel bekannte Durchzugskraft erreicht Kias 2.0 CRDi jedenfalls nicht, zudem vibriert der Turbodiesel unter Last etwas. Das lässt sich verschmerzen, zumal der Motor gut gedämmt wurde und entsprechend leise zu Werke geht. Auch die Sechsgang-Schaltung stimmt, sie ist leichtgängig und lässt sich passabel führen. Beim Fahrwerk haben es die Entwickler zu gut gemeint. Ohnehin baut der Sporty Wagon auf dem straff gefederten Fünftürer auf. Für das höhere Gewicht des Kombis legten die Techniker nochmals mit Härte nach – zu Ungunsten des Komforts. Über Querfugen rumpelt der Sporty Wagon arg sporty. Aber bei Kia soll eben alles etwas schneller gehen.
Motor/Hubraum Vierzylinder, Turbo/199 cm³
Leistung 103 Kw (140 PS)
Drehmoment bei U/min 304 Nm/1800
0-100 km/h 10,5 s
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h
EU-Mix (l/100 km) - CO2 5,8 l D - 154 g/km
Länge/Breite/Höhe 4470/1790/1525 mm
Leergewicht/Zuladung 1572/457 kg
Preis ab 22.890 Euro
Plus: großer, vielseitiger Kofferraum, gute Sicherheitsausstattung, günstige Preise
Minus: Extras nur in Paketen und Ausstattungslinien, mäßige Materialanmutung, zäher 2.0-l-Diesel
Note: 3+
Konkurrenten: VW Golf Variant 2.0 TDI, 140 PS ab 24.900 € / Peugeot 307 HDi Break, ab 23.400 €

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Jan Horn

Kompakt-Kombi aus Korea. Statt der drei Ks schlage ich drei Gs vor: gelungen, gut, günstig. Der Sporty Wagon vereint praktischen Nutzen mit problemlosem Umgang und fairen Kosten. Da wird die Konkurrenz schlucken.

Offen für neues Image

Die Studie excee'd gefällt mit schlanken Linien und Stoffdach.

Die Studie Kia excee'd gefällt mit schlanken Linien und Stoffdach. 2009 könnte das Cabrio so kommen. Man muss es erst einmal klar und deutlich sagen: Das Cabrio, das hier erstmals auf der Straße vorführt, ist ein Kia. Jawohl, ein Kia. Von der koreanischen Allerweltsmarke, die jedoch zuletzt mit guten Tests überzeugt hat. Und die unbedingt aus der Billignische herausfahren will, wie die Cabrio-Studie excee'd jetzt beweist. Schlank und stilsicher fährt der weiße Viersitzer auf Basis des Dreitürers vor. Die Kühlernase verkleinert, die Augen vergrößert und mit LED-Optik verfeinert, das Heck mit eckigen Endrohren aufgepeppt – schon ist der Serienmief weg. Das Besondere: Das Cabrio hat ein Stoffdach, weil Designchef Peter Schreyer sagt: "Ich mag keine Blech-Klappdächer." Kia führt damit gegen den Trend. Vorteil: Hinten ragt kein hohes Pummelheck empor. "Der excee'd würde zur Marke passen", meint Ex-Audi-Designer Schreyer. Muss er ja sagen, schließlich hat er ihn entworfen und will damit der Marke endlich ein eigenes Profil verschaffen. Könnte klappen.

Fazit: Bitte bauen, Kia

Alle bauen Hardtop-Cabrios – was fehlt, ist ein schönes, kompaktes Cabrio mit Stoffdach. Der Kia sieht gut aus, der Preis könnte passen. Diese Chance sollten die Koreaner nutzen.

Technische Daten Kia excee'd Vierzylinder, vier Ventile pro Zylinder • 1975cm³ • 105 kW (143 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment 186 Nm bei 4600/min • Fünfgangmanuell • Einzelradaufh. • Länge 4250mm • 0–100 km/h ca. 10 s • Spitze ca. 200 km/h.

Autor: Jan Horn

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