Test Land Rover Defender 90 SW

Test Land Rover Defender 90 SW

— 06.06.2007

Feinschliff für den Urtyp

Land Rover hat seinen Defender modernisiert – ohne ihn modern zu machen. Dickes Manko: Der Partikelfilter kommt erst 2008.

Wer aus einem modernen Auto in den Defender umsteigt, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt: Eng an die Tür gedrängt hockt man da, viel zu knapp hinter dem flach stehenden Lenkrad. Steigt man dagegen von einem älteren in den aktuellen Defender um, ist das auch eine Zeitreise: Die geliebten, aber meist undichten Lüftungsklappen sind weg. Es gibt jetzt eine funktionierende Heizung und optional sogar eine richtige Klimaanlage. Moderne Zeiten brechen auch für die Fahrgäste an. Statt der spartanischen, schmalen Längsbänkchen lassen sich jetzt im Laderaum zwei richtig bequeme Rücksitze aufklappen. Den grundlegendsten Unterschied zum bisherigen Modell gibt’s unter der jetzt etwas ausgewölbten Motorhaube. Dem bisherigen Fünfzylinder weinen wir keine Träne nach. Der neue Vierzylinder-Diesel, übernommen aus dem Ford Transit und mit einem neuen Sechsganggetriebe gekoppelt, kann tatsächlich alles besser. Er ist leiser, stärker, nimmt besser Gas an und verbraucht weniger als der bisherige Td5, dazu schafft er die Euro-4-Norm. Erhalten geblieben sind die Nehmerqualitäten des Landy: Mit bis zu sieben Sitzen, der hohen Zuladung und dreieinhalb Tonnen Anhängelast ist er so hart im Nehmen wie kein anderer. Diese Tradition hat er sich zum Glück bewahrt.

FAZIT VON AUTO BILD-REDAKTEUR THOMAS RÖNNEBERG

Die Verbesserungen tun dem Defender wirklich gut. Zum modernen Auto wird er damit noch lange nicht – er bleibt ein liebenswerter Oldtimer. Dickes Manko: Der Partikelfilter kommt erst 2008.

Autor: Thomas Rönnberg

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