Test Loder 1899 XF 2.7 V6

Test Loder 1899 XF 2.7 V6 Test Loder 1899 XF 2.7 V6

Test Loder 1899 XF 2.7 V6 Diesel

— 08.08.2008

Ganz nach vorn?

Natürlich ist im Fond ausreichend Platz. Mehr Spaß macht es jedoch, das Steuer des Loder 1899 XF 2.7 V6 Diesel selbst zu übernehmen. Die Leistungssteigerung schlägt voll ein.

Mit dem XF läutet Jaguar eine radikale Designtrendwende ein. Entsetzlich oder längst überfällig? Veredler Loder 1899 meint Letzteres und hat ein Tuningprogramm entwickelt, das die neue Formensprache intensiviert.

Karosserie/Qualität

Der Veredler versieht den Jaguar mit einem Frontspoiler, einem Heckschürzenansatz im Diffusorlook und einem Satz 21-Zöller im Hollowspoke-Design. Die eigenwillige Optik des Hohlspeichenrades löste in der Redaktion fast heftigere Designdebatten aus als der neue Jaguar-Look an sich.

Fahrfreude/Antrieb

Seine sanfte Art legt das Auto auch mit Zusatzsteuergerät nicht ab. Im D-Modus agiert der XF fast schlafmützig. Stellt man den Automatikwählhebel auf S, scheint der Jaguar spontan einen tiefen Schluck aus der Wundertrankpulle zu nehmen. Er hängt viel aufmerksamer am Gas und schaltet schneller. Die 42 Mehr-PS und 87 zusätzlichen Newtonmeter sind jetzt auf Anhieb spürbar.

Fahrleistungen

Das geht gut ab: Der getunte Jaguar schlägt nicht nur das Diesel-Original, sondern auch den XF mit V6-Benziner und 238 PS in sämtlichen Disziplinen. 0 auf 100 km/h dauern mit ihm 7,7 Sekunden. Der Seriendiesel benötigt dafür 8,4, der Benziner 8,3 Sekunden. Sogar bei der Höchstgeschwindigkeit düpiert er beide Werksautos. 239 km/h stehen 229 (Diesel) respektive 237 km/h (Benziner) gegenüber.

Fahrwerk/Komfort

Den Federnsatz bietet Loder 1899 erst ab demnächst an. Im Serientrimm fährt der Jaguar sicher, aber alles andere als agil: Das Auto liegt ruhig auf der Straße – das ESP kommt kaum jemals in die Verlegenheit, regelnd eingreifen zu müssen. Aufgrund der tauben Lenkung und ausgeprägten Wankbewegungen hält sich die Freude an zügigen Landstraßenritten jedoch in Grenzen.

Preis/Kosten

Auch bei der Preisgestaltung unterlaufen Loder 1899 keine Patzer – geschenkt gibt’s hier jedoch nichts.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Ben Arnold

Die Leistungssteigerung schlägt voll ein, die Anbauteile passen, die Räder sind Geschmacksache. Eine Sportskanone wird aus dem Jaguar trotz Tuning nicht, eine adäquat schnelle Limousine aber allemal.
Technische Daten Loder 1899 XF 2.7 V6 Diesel
Motor V6, Biturbodiesel, vorn längs
Hubraum 2720 cm³
Leistung 183 kW (249 PS) bei 4000/min
Literleistung 92 PS/ l
Drehmoment 522 Nm bei 1960/min
Antriebsart Hinterrad
Getriebe 6-Stufen-Automatik
Bremsen vorn Scheiben, innenbelüftet
Bremsen hinten Scheiben, innenbelüftet
Räder vorn/hinten 9,5 x 21 Zoll
Reifen vorn/hinten 255/30 R 21
Leistungsgewicht 7,7 kg/PS
Messwerte
0–100 km/h 7,7 s
60–100 km/h (Zwischenspurt) 4,8 s
80–120 km/h (Zwischenspurt) 5,7 s
Bremsweg aus 100 km/h (k./w.) 35,6/36,6 m
Höchstgeschwindigkeit 239 km/h
Testverbrauch auf 100 km 9,4 l Diesel
Leergewicht/Zuladung 1915/395 kg
Tuning
Leistungssteigerung 1598 Euro
Fahrwerk Serie
Radsatz 5935 Euro
Frontspoilerlippe 878 Euro
Heckschürzenansatz 774 Euro
Heckflügel 312 Euro
Preis Testwagen 58.867 Euro

Autor: Ben Arnold

Stichworte:

Loder1899

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