Mazda MX-5 Roadster Coupe

Mazda MX-5 Roadster Coupe 2.0 Mazda MX-5 Roadster Coupe 2.0

Test Mazda MX-5 Roadster Coupe

— 19.04.2007

Hier entscheidet der Bauch

Gegen das feste Dach des MX-5 spricht nichts – höchstens das Gefühl. Aber genau das spielt ja beim Offenfahren eine große Rolle.

91.000 Autokäufer könen nicht irren: So viele MX-5 hat Mazda seit 1990 in Deutschland verkauft – der Kleine wurde Trendsetter und Maßstab für die neue Open-Air-Mode. Ein Roadster, so ehrlich, preiswert und pur wie Salzkartoffeln mit Butter. Über drei Modell-Generationen blieben die Japaner diesem Rezept treu – bis jetzt. Denn erstmals gibt es den MX-5 auch mit faltbarem Hardtop. Roadster-Coupé heißt der Neue, der den Puristen zuerst so sinnfrei vorkommt wie der Versuch, Suppe mit Stächen zu essen. Das Kopfschütteln endet mit der ersten Begegnung. Das Hardtop passt zum Design. Kein dicker Hintern, der Unterschied ist fast unsichtbar bis auf den Heckdeckel, der zwei Zentimeter höher steht. Geschlossen sieht der MX-5 aus wie viele seiner älteren Brüder im Winter, wenn die ihr Hardtop tragen. Nur dass das Roadster Coupe eine leise, schalldämmende Kunststoff-Mütze elektrisch in zwölf Sekunden absetzt. Dann ist der MX-5 offenherzig wie gewohnt.

Das Gefühl zählt

Feste Sitze, direkte Lenkung, vorbildlich die knackige Schaltung. Man schaut den anderen in den Auspuff und spürt jeden Lenkimpuls, jeden Gasstoß. In den MX-5 der dritten Generation passen endlich auch große Insassen verrenkungsfrei, vier Airbags und die steifere Karosserie geben ein sicheres Gefühl. Überhaupt, das Gefühl. Beim Beschleunigen, Lenken, beim Kurvenwetzen – es gibt subjektiv keinen Unterschied zum aktuellen Softtop-Bruder. Das Roadster Coupe wiegt 40 Kilogramm mehr, braucht mit dem großen Zweilitermotor 0,2 Sekunden länger bis Tempo 100 und liegt etwas weicher in den Federn. Wer das fühlt, heißt Röhrl oder bildet sich was ein. Aber das Gefühl spielt ja beim Offenfahren eine große Rolle. Und der Preis. Das Hardtop gibt es erst als Modell Energy ab 28.622 Euro, jeweils 1744 Euro teurer als das Softtop. Welchen nehmen? Hier entscheidet der Bauch.

Fazit

MX-5 bleibt MX-5, den offenen Spaß kann auch das Hardtop keinen Deut schmälern, Optik und Dynamik bleiben erhalten, Komfort und Wintertauglichkeit sind besser. Aber Puristen möchten weiter den Regen prasseln hören – und bleiben beim Softtop.

Autor: Joachim Staat

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