Fahrbericht Mazda2

Mazda2 1.5 MZR Mazda2 1.5 MZR

Test Mazda2

— 19.06.2007

Mit Sicherheit leicht gemacht

Kleiner, leichter, sicherer: Der neue Mazda2 soll Maßstäbe setzen. Mit ESP ab Werk und niedrigen Preisen. Jetzt müssen die anderen nachziehen – ob sie wollen oder nicht.

Ausnahmsweise fangen wir mal mit dem Preis an. Auch wenn uns Mazda die exakte Summe noch nicht nennen kann, steht doch so viel fest: Der kleinste Mazda wird billiger. Knapp 12.000 Euro wird das 75-PS-Basismodell ab Oktober 2007 kosten. Das wären über 600 Euro weniger als bisher. Zum Vergleich: Ein 70-PS-Polo mit vier Türen kostet mindestens 13.400 Euro und ein vergleichbarer 80-PS-Corsa 12.770 Euro. Was bietet Mazda für diesen Kampfpreis? Einen modernen Kleinwagen ohne Schnickschnack. Keinen Raumkünstler mit variablem Gestühl oder pfiffigen Transport-Lösungen. Das hier ist ein eher schlichtes Auto in einer allerdings wirklich sehr charmanten Verpackung. Wenn Sie also ein Auto suchen, das nichts Unnötiges, aber alles Wichtige besitzt, dann sind Sie beim Mazda2 genau richtig. Denn gespart haben die Techniker vor allem am Gewicht. So wiegt der neue Kleine – der mit 3,89 Metern auch vier Zentimeter kürzer wurde – satte 100 Kilogramm weniger als der Vorgänger (ab 955 Kilo). Was sich natürlich auf den Verbrauch auswirken dürfte. Zum Verkaufsstart stehen drei Benziner zur Wahl. Die 1.3er mit 75 und 86 PS sollen mit nur 5,4 Liter pro 100 km (129 g CO2/km) auskommen. Was ein Super-Wert wäre – wir werden das später im Test prüfen. Auch die Angaben für das 1,5-Liter-Topmodell mit 103 PS klingen gut: 5,9 Liter und 140 g. Ein 1,4-Liter-Diesel folgt zum Frühjahr 2008.



Ergebnis der Mazda-Diät ist ein sehr lebendiges Auto, das sich kinderleicht um die Ecken dirigieren lässt. Überhaupt hat der neue 2er nichts mehr mit dem kantigen Vorgänger zu tun. Das hier ist ein modern gezeichneter Mini, der bestens in unsere Zeit passt. Sportlich soll er sein, und so fühlt er sich auch an. Unser erster Testwagen war mit dem starken 1,5-Liter bestückt. Seine 103 PS machen ihn dann auch zum echten Spaßmobil. Dabei bleibt er angenehm leise, die Lenkung ist schön direkt, und das Fahrwerk nervt nicht mit derben Schlägen. Dazu passen die entspannte Sitzposition und der weit oben platzierte Schaltknüppel. Groß gewachsene Fahrer werden die fehlende Längsverstellung des Lenkrads bemängeln. Es ist nur in der Höhe zu justieren. Ansonsten ist der kleine Japaner sehr gut bestückt. Sechs Airbags, Bremsassistent und ESP sind serienmäßig. Das bietet in dieser Klasse kein anderer. Schon gar nicht zu diesem Preis.

Fazit

Endlich kehrt ein Hersteller die Gewichtsspirale um. Das neue Modell ist nicht größer und schwerer, sondern kleiner und leichter. Dazu noch sparsamer, sicherer und auch billiger. Jetzt müssen die anderen nachziehen – ob sie wollen oder nicht.

Autor: Jürgen von Gosen

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