Test Mazda3 MPS — 25.10.2006
Der Stärkste seiner Klasse
Eine neue Droge aus Japan. In nur 6,1 Sekunden von null auf 100 und 250 km/h Spitze. Mit 260 PS ist der Mazda3 MPS King der Kompakten.
Geht hier ein neuer Sportwagen an den Start? Nicht wirklich, denn es handelt sich "nur" um den neuen König der Kompakten. Mit dem
Mazda3 MPS krönen die Japaner ihre 3er-Reihe – und wie: Unter der Haube sorgt der bereits aus dem
6 MPS bekannte Vierzylinder-Turbobrenner für vehementen Vortrieb. Seine 260
PS machen ihn zum stärksten Fronttriebler unter den Kompakten, allerdings nicht unbedingt zum Klassenbesten: Trotz einer Differenzialsperre an der Vorderachse bekommt der optisch dezent aufgehübschte Fünftürer in engen Kurven seine Kraft kaum auf den Boden – und das hakelig zu schaltende Sechsganggetriebe fördert den Fahrspaß nur bedingt.
Gut dagegen: die rau, aber herzlich abgestimmte Auspuff-Akustik sowie das trotz kürzerer Federn und dickerer Stabilisatoren erträglich komfortabel abgestimmte Fahrwerk. Auch der Preis spricht für den feschen Feger: Mehr
Leistung gibt es für 24.900 Euro nirgendwo. Ein
VW Golf R32 mit 250 PS startet bei 32.500 Euro.
Fazit Schnell und stark, aber nicht perfekt: Der
Mazda 3 MPS weiß in manchen Situationen gar nicht, wohin mit seiner Kraft.
Technische Daten
Vierzylinder-Reihenmotor • vier Ventile pro Zylinder •
Turbo mit Ladeluftkühlung • Hubraum 2261 cm3 • Leistung 191
kW (260 PS) bei 5500/ min • max. Drehmoment 380 Nm bei 3000/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • innenbel. Scheibenbremsen • Reifen 215/45 R 18 93Y • Länge/Breite/Höhe 4435/ 1935/1465 mm • Radstand 2640 mm • Leergewicht 1485 kg • Tank 55 l • 0–100 km/h 6,1 s • Spitze 250 km/h
Preis 24.900 Euro.