Test Mercedes A-Klasse gegen Dodge Caliber

Mercedes-Benz A 200 CDI gegen Dodge Caliber SXT 2.0 CRD Mercedes-Benz A 200 CDI gegen Dodge Caliber SXT 2.0 CRD

Test Mercedes A-Klasse gegen Dodge Caliber

— 22.08.2006

Gut oder günstig?

A-Klasse gegen Caliber – das ist ein deutsch- amerikanischer Vergleich mit klarem Ausgang. Obwohl der Mercedes fast 8000 Euro teurer ist.

Gegensätze ziehen sich bekanntlich ja an. Wenn das stimmt, dann passt das erste Paar unserer diesmal etwas anderen Kaufberatung gut zusammen. Mit der gemeinsamen DaimlerChrysler-Mutter und der Diesel-Leistung von 140 PS erschöpfen sich die Ähnlichkeiten bereits. Hier der brave Schwabe, 3,84 Meter kurz. Da der Amischlitten aus Illinois, über einen halben Meter länger und innen doch kleiner als Vetter A-Klasse.

Woher das kommt? Der Mercedes bietet das kompaktere Raumkonzept und etwas mehr Luft nach oben. Auch bei der Verarbeitung ist der hartplastikstrotzende Dodge weit vom Mercedes-Niveau entfernt, der Fahrkomfort des Caliber ist ein schlechter Kompromiss zwischen typischer US-Sänfte und europäischer Straffheit. Lediglich der von VW stammende Pumpe-Düse-Diesel gibt sich erstaunlich sparsam, nervt aber mit ewigem Turboladerpfeifen. Der Mehrverbrauch von 0,6 Liter rührt auch daher, dass der leichtere A 200 deutlich spritziger ist. Bei der Ausstattung herrscht dann doch verblüffende Übereinstimmung: Dem Dodge fehlen nur Seiten-Airbags vorn, dafür hat er aber Windowbags, die vorn und hinten schützen. Die kann er brauchen – beim Seitencrash sieht es nicht gut aus für ihn (hier die Crashtest-Ergebnisse). Bei der Sicherheits-Elektronik sind sich die Vettern einig, beide bieten auch Isofix-Kindersitzhalter hinten an. In dieser Familien-Klasse zählt Variabilität. Bei beiden sind die Rücksitze asymmetrisch teilbar, die breite Seite ist praktischerweise rechts. Beim Ami lässt sich die Beifahrersitzlehne ab SE-Ausstattung flach legen. Die A-Klasse verlangt für den umklapp- und ausbaubaren Beifahrersitz sowie die entnehmbaren Rücksitze 348 Euro extra. Fazit von AUTO BILD-Testredakteur Dirk Branke Der Geldbeutel meint: Der um ein Drittel billigere Dodge lässt alle Fehler verschmerzen. Der Kopf meldet: Das Preis-Leistungs-Verhältnis mag zwar stimmen, aber mit so einer martialischen Optik andere Autofahrer erschrecken ist nicht jedermanns Sache. Und wenn es an den Wiederverkauf geht, dann dürfte der Caliber noch nicht einmal die Osteuropa-Exporteure interessieren.

Autor: Dirk Branke

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