Test Mercedes SLK 350

Mercedes-Benz SLK 350 Mercedes-Benz SLK 350

Test Mercedes-Benz SLK 350

— 01.03.2005

Eine fast perfekte Offenbarung

Untadeliges Fahrverhalten, viel Komfort: Mit dem frischen 3,5-Liter-V6 wird der SLK endgültig zum Traum-Roadster.

Mini-SLR mit klarem Programm

Nach den ersten 100 Tagen im Amt müssen Politiker sich fragen lassen, was sie in Gang gesetzt haben. Und oft genug bleibt selbst nach über 1000 Tagen die ernüchternde Erkenntnis: im Grunde genommen nicht viel!

Ganz anders sieht die Bilanz des Mercedes SLK aus. Von der ersten Serie verkaufte Mercedes weltweit 308.000 Stück. Seit knapp einem Jahr regiert nun die zweite Auflage des Erfolgs-Roadsters – und die Mehrheit steht wieder hinter ihm. Oder besser: sitzt in ihm. Rund 20.000 Stimmen konnte der Benz im letzten Jahr auf sich vereinen (12,7 Prozent der deutschen Cabrio-Wähler). Selbst der deutlich günstigere Peugeot 206+ CC schaffte nur 11,3 Prozent.

Obwohl sich die Optik für meinen Geschmack irgendwo zwischen Vorstadt-Formel-1 und Batmobil verliert, überzeugt der Mini-SLR mit seinem klaren Programm. Motto: Ich geb Gas, ich will Spaß. In bester Politiker-Manier verspricht der getestete SLK 350 dabei viel – und hält, allen Abgeordneten zum Vorbild empfohlen, sogar noch viel mehr.

Technische Daten und Bewertung

Begleitet von aggressiven Zwischenrufen der zweiflutigen Auspuffanlage läßt der 3,5-Liter-V6 seine 272 PS auf die 245er-Hinterräder los. Wer es kann, kommt in wenig mehr als 22 Sekunden auf Tempo 200, muß aber mit einem Durchschnittsverbrauch von 12,5 Litern leben. Ungestüm prescht der 1,5-Tonnen-Roadster dann über den Asphalt und macht den Griff zur erstaunlich gut schaltbaren Sechsgangbox fast überflüssig. Zwischen 2400 und 5000 Touren schieben 350 Nm den SLK absolut souverän und flüssig nach ganz vorn.

Auf Knopfdruck wird aus der Spitzenstellung dann ein Platz an der Sonne. 22 Sekunden reichen, um das Allwetter-Coupé in ein rollendes Sonnenstudio zu verwandeln. Bis Autobahnrichtgeschwindigkeit fächelt der Wind sanft ins Abteil, Wetterfeste trauen sich bis zur elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Und auf Wunsch hält ein Gebläse den Nacken schön warm (Kopfraumheizung für 458 Euro).

Das untadelige Fahrverhalten, ansprechender Komfort und tolle Sitze – da braucht es keine Umfragen, um ein anhaltendes SLK-Hoch zu prognostizieren. Stolpern könnte der Mercedes-Cabrio-Kandidat allenfalls übers Geld. Der SLK 350 kostet immerhin 44.196 Euro.

Autor: Gerald Czajka

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