Test Mercedes GLK 220 CDI/ML 300 CDI — 08.09.2009
Sternkunde
Die beiden günstigsten Dieselversionen von GLK und ML trennen mehr als 12.000 Euro. Bietet der größere ML 300 CDI tatsächlich so viel mehr als der neue, wendigere GLK 220 CDI?
Der teure ML hat kaum mehr Serienausstattung als der GLK
Bietet der ML tatsächlich so viel mehr? So viel mehr Ausstattung jedenfalls nicht. Denn auch beim GLK sind bereits im Grundpreis viele Annehmlichkeiten wie Automatikgetriebe, Klimaautomatik, Tempomat, Reiserechner, beleuchtete Spiegel in den Sonnenblenden und CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung enthalten. Letztlich hat der ML dem GLK lediglich Lederlenkrad, Dachreling und die Vor-Aufprallhilfe Presafe voraus – macht also ausstattungsbereinigt rund 11.000 Euro Preisunterschied. Bleiben wir bei den Kosten, auch wenn der ML da naturgemäß weitere Federn lassen muss. Sowohl bei der Kfz-Steuer als auch bei der Versicherung kommt der GLK billiger: Man spart pro Jahr 168 Euro Steuer und – ausgehend von einem langjährig unfallfreien Besitzer – rund 260 Euro Versicherung wegen der niedrigeren Einstufung bei Haftpflicht und Vollkasko des GLK. Aber auch beim Verbrauch kommt der GLK günstiger: Der kleine Vierzylinder konsumiert im Testschnitt 2,4 Liter Diesel/100 km weniger als der ML bei gleicher Fahrweise und gleichem Tempo. Wer 15.000 Kilometer pro Jahr fährt, kann also über den niedrigeren Verbrauch des GLK weitere 380 Euro einsparen. Zusammengerechnet entlastet der GLK also das jährliche Budget um gut 800 Euro.
Der 340 Kilo leichtere GLK hält seinen großen Bruder locker in Schach
Sieht also zunächst eher schlecht aus für den ML. Und dazu kommt, dass dem 340 Kilogramm leichteren GLK 220 CDI die 170 PS seines 2,1 Liter großen Vierzylinder-Turbodiesels reichen, um den großen Bruder locker in Schach zu halten. Trotz 20-Zusatz-PS und 40 Nm mehr Drehmoment verliert der schwerere ML 300 CDI beim Gasgeben immer leicht an Boden. Wirklich davonfahren kann der kleinere Bruder zwar nie. Aber der große Bruder muss für ähnliche Fahrleistungen deutlich mehr Treibstoff aufwenden. Dazu kommen spürbare Vorteile des GLK im Alltagsverkehr. Seine 25 Zentimeter kürzere und sechs Zentimeter schmalere Karosserie erleichtert das Einparken. Seine leichtgängigere und zielgenauere Lenkung bringt nicht nur mehr Fahrspaß für sportlich orientierte Piloten, sondern gefällt auch durch mehr Mühelosigkeit beim Fahren mit gemäßigtem Tempo. Keine Chance also für den Altmeister der universellen Nützlichkeit? Die Antwort bekommen Sie in der Bildergalerie. Oder Sie laden sich hier den gesamten Artikel inklusive aller Messwert- und Techniktabellen als Pdf herunter.
Kommentar verfassen



































Kommentare zum Artikel (24)
Erstellt
Inhalt
Funktion
die beste Lösung man hat einen ML und einen MX-5!! ich habs!!
Mann editor, du bist ja ganz grün vor neid - ich stimme editor zu: der ML macht einfach mehr sinn. Wenn man einen sportlichen günstigen Wagen will, soll man sich halt en Mazda MX-5 kaufen. Ein SUV muss für mich Platz, Komfort, Anhängelast und leichte Offroadtauglichkeit bieten. Das kann der GLK nicht. Und der Innenraum des GLK sieht aus, als käm er aus nem Bundeswehrfahrzeug - nein danke!
@ j.p.
mann bist Du ein Großkotz !!!!
Schön wenn Du nicht aufs Geld achten musst.Aber auch da kann ein ML Billig! wirken denn nach oben sind nie Grenzen.
@ j.p.
mann bist Du ein Großkotz !!!!
Schön wenn Du nicht aufs Geld achten musst.Aber auch da kann ein ML Billig! wirken denn nach oben sind nie Grenzen.
Wow, so ein schöner Wagen...das wäre das erste mal das ich schwach werden könnte "viel" Geld für ein Auto auszugeben.Einfach perfektes Desing...aber das ist ja Geschmacksache