Test Mini John Cooper Works

Mini John Cooper Works Mini John Cooper Works

Test Mini John Cooper Works

— 04.11.2008

Stark statt süß

Die Zeiten, in denen ein Mini als niedlich abgestempelt wurde, sind lange vorbei. John Cooper Works liefert den Beweis. Der Mini JCW ist in Sachen Fahrspaß und Image schwer zu toppen. Der Einstiegspreis beträgt 27.700 Euro.

2007 gaben John Cooper Works ihre Selbstständigkeit auf und wurde Teil des britisch-deutschen Herstellers. Der Mini JCW ist das erste Produkt der neuen Ära. Das Auto entstand in Anlehnung an den gleichnamigen Bruder aus der Mini Challenge. Leistungsgesteigerter Motor und Bremsanlage sind folgerichtig vom Rennauto abgeleitet. Zudem reduziert der Werkstuner das Gewicht: Leichtere Räder und gewichtsoptimierter Antrieb sparen gemessene 24 Kilogramm ein. Aus dem Doppelrohrauspuff erklingt reinster Rennsportsound, der den Fahrer genüsslich grinsen lässt. Durch die 17 Zoll großen Aluräder im Cross-Spoke-Design blickt man auf die feuerroten Bremssättel. Die zweifarbige Karosserie und die Streifen auf der Motorhaube ergänzen das sportliche Gesamtbild. Zu unauffällig? Ein Aerodynamikpaket mit deutlicher konturierten Schürzen und Schwellern steht optional zur Wahl.

Kehrseite der Sportlichkeit: kaum Komfort, sehr kerniger Sound

Durch Optimierung des Luftflusses und einen neu abgestimmten Turbolader gewinnt der 1,6-Liter-Motor neue Kräfte und leistet somit 211 PS (Basis: Mini Cooper S mit 174 PS). Im Zusammenspiel mit dem gut abgestimmten Rennsportgetriebe wirkt er sehr spritzig und meistert jede Herausforderung souverän. Dank Traktionskontrolle lassen sich die an der Vorderachse zerrenden Kräfte auf die Straße bringen. So nimmt der JCW die 100-km/h-Marke nach 6,6 Sekunden. Der Cooper S benötigt für diese Aufgabe 0,4 Sekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeitsmessung absolviert der Cooper Works mit beachtlichen 238 km/h, damit ist er 16 km/h schneller als ein von uns gemessener Cooper S. Aufgrund seiner direkt ansprechenden Lenkung wirkt der JCW-Mini in engen Kurven sehr agil und vermittelt zusammen mit dem straffen Fahrwerk Minitypisches Gokart-Feeling. Bei hohen Geschwindigkeiten wirkt der Super-Mini jedoch nervös. Kehrseite der Sportlichkeit: kaum Komfort. Der hohe Einstiegspreis von 27.700 Euro sowie eine nicht enden wollende Aufpreisliste machen den Mini zum kleinen Luxussportler. Der Testverbrauch von 10,4 Liter Super Plus fällt akzeptabel aus.

Fazit von AUTIO BILD-Redakteur Sascha Höpfner

Zweifellos ist der Mini JCW in Sachen Fahrspaß und Image schwer zu toppen. Das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte indes viele potenzielle Käufer abschrecken. Hauseigene Alternative: der Mini Cooper S.
Technische Daten Mini John Cooper Works
Motor R4, Turbo, vorn quer
Hubraum 1598 cm³
Leistung 155 kW (211 PS) bei 6000/min
Literleistung 132 PS/
Drehmoment 280 Nm bei 2000–5300/min
Antriebsart Vorderrad
Getriebe 6-Gang manuell
Bremsen vorn Scheiben, innenbelüftet
Bremsen hinten Scheiben
Räder vorn/hinten 7 x 17 Zoll
Reifen vorn/hinten 205/45 R 17
Leistungsgewicht 5,6 kg/PS
Messwerte
0–100 km/h 6,6 s
60–100 km/h im 4. G 4,9 s
80–120 km/h im 5./6. Gang 5,9/6,8 s
Bremsweg aus 100 km/h (k./w.) 34,8/35,1 m
Höchstgeschwindigkeit 238 km/h
Testverbrauch auf 100 km 10,4 l Super Plus
Leergewicht/Zuladung 1182/398 kg
Ausstattung
Klimaautomatik 1290 Euro
Bi-Xenon-Licht 690 Euro
John Cooper Works-Spor 1038 Euro
Aerodynamikpaket 1540 Euro
Metalliclackierung 400 Euro
John Cooper Works-Lederschalensitze 2437 Euro
Note: 2+
Grundpreis 27.700 Euro

Autor: Sascha Höpfner

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.