Test Mitsubishi Colt CZ3 1.3 Invite

Mitsubishi Colt CZ3 1.3 Invite Mitsubishi Colt CZ3 1.3 Invite

Test Mitsubishi Colt CZ3 1.3 Invite

— 27.05.2005

Drei Türen für die Form

Manchmal ist weniger mehr: Der neue CZ3 hat zwar hinten keine Türen, dafür aber jede Menge Dynamik im Blech.

Namen sind Schall und Rauch? Von wegen! Einen ebenso passenden wie klingenden Namen zu finden, gehört zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt. Das wissen vor allem Eltern – und auch die Autobauer. Bestes Beispiel: der im März gestartete Colt CZ3. CZ – wie bitte? Ein komisches Kürzel, das sich aber erklären läßt. C steht für Compact, Z ist der interne Code des Colt, und 3 meint natürlich die Zahl der Türen. Klingt logisch, und trotzdem hätte ich den Japan-Mini eher Coupé genannt – das hört sich einfach besser an und macht durchaus Sinn. Denn beim CZ3 handelt es sich nicht bloß um einen Colt ohne hintere Türen.

Nein, für den schneidigen Bonsai wurde bis auf Haube und vordere Kotflügel ein eigenständiges Blechkleid geschneidert. Eines, das sich sehen lassen kann. In der Höhe fehlen auf den Fünftürer drei, in der Länge sechs Zentimeter. Macht unterm Strich 80 Liter weniger Kofferraum bei fast gleichbleibend angenehmem Platzangebot.

Komfortabler Innenraum

Vorn genießt man den großen Verstellbereich der durchaus bequemen Polster, die nur noch weiter nach unten fahren müßten. Hinten bietet die 15 Zentimeter längs verschieb- und aufstellbare Bank mit der geteilten, neigungsverstellbaren Lehne jede Menge Möglichkeiten.

Die großen Türen mahnen in engen Parklücken zwar zu besonderer Umsicht, machen den Einstieg nach hinten zusammen mit dem Easy-Entry-System aber recht leicht. Auch das frische Cockpit mit den vielen Ablagen weiß zu gefallen. Leider kommt das Lenkrad aber nicht entgegen (nur rauf/runter), und im Innenraum sind zu viele einfache, kratzempfindliche Kunststoffe verbaut.

Auf der Straße zeigt der Colt keine perfekten, aber durchaus ordentliche Manieren. Die straffe Federung übertreibt nur bei derben Straßenschäden, das ESP (800 Euro extra) wacht über den Kurs. Der untenrum noch recht müde 1,3-Liter erwacht bei Drehzahl zum Leben, muß (und will) gedreht werden. Dabei bleiben die 95 PS erfreulich leise, während die Gänge problemlos ihre Gasse finden. Gegenüber dem fünftürigen Colt spart der CZ3 1000 Euro, steht als 1.3 Invite mit guter Ausstattung für 12.990 Euro auf dem Hof. Ein faires Angebot – für ein Auto mit so einem komischen Kürzel ...

Fazit und technische Daten

Der CZ3 punktet mit einem drehfreudigen, leisen Motor, standfesten Bremsen und (dank ESP) einem sicheren Fahrverhalten. Auch die umfangreichen Garantieleistungen, das gute Platzangebot und nicht zuletzt der faire Preis sprechen für den kleinen Japaner. Teuer werden aber Steuer und Versicherung, und auch an der Tankstelle muß man wegen des relativ hohen Verbrauchs tief in die Tasche greifen. Weitere Minuspunkte: Die Lenkung ist recht schwammig, die Federung ein wenig zu straff und der Motor im unteren Bereich zu schlapp. Note: 3+

Autor: Gerald Czajka

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