Tagebuch i-MiEV, Tag 4

Mitsubishi i-MiEV Mitsubishi i-MiEV

Test Mitsubishi i-MiEV, Teil 4

— 03.08.2009

Abenteuer Elektroauto

Der Mitsubishi i-MiEV ist das erste Elektroauto, das ein renommierter Hersteller in Großserie baut. Ende 2010 kommt es. AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber hat die Technik der Zukunft schon heute im Alltag getestet. Sein Tagebuch.

Freitag: Letzte Nacht an der Pension getankt. Mit vollen Akkus nach Eggebek kurz vor Flensburg. Zum Testgelände. Kollege Manfred Klangwald hat keine Rücksicht auf meine Rückfahrt genommen. Die Akku  gingen in die Knie. Auf einer Tankstelle in Schuby noch mal getankt und das Auto gewaschen. Dann auf der A7 in Richtung Süden. Wie weit werde ich kommen? Wo kann ich tanken? Autobahnparkplatz? Vielleicht keine Steckdose dort. Eine Raststätte? Nur alle 50 Kilometer. Ich muss gut in Dreisatz- Rechnen sein. Zum Glück Stau. Das verlängert die Reichweite etwas. Trotzdem auf der Raststätte Aalbek bei Neumünster fast leer. Habe mich dort mit dem Mitsubishi-Spediteur verabredet. Das war's dann. Tschüss, Elektroauto. War 'ne spannende Zeit mit dir.

Hier geht es zu Tag 1 des i-MiEV-Tagebuchs

Liebes Tagebuch, irgendwann werde ich so ein Auto wie den i-MiEV besitzen. Und dann wird das, was in den vergangenen vier Tagen passiert ist, völlig normal sein. Mache jetzt das Licht aus. Bin hundemüde. Mein Akku ist alle.
Schuby Freitag
gefahrene km 295
Uhrzeit 12:18
Ladedauer 1:38 Std.
Strom 7,91 kWh 4,21 kWh
Kosten 0,84 Euro
Angabe des getankten Stroms in Kilowattstunden. Preis pro kWh 0,1999 Euro
Hauke Schrieber

Hauke Schrieber

Fazit

Vier Tage mit dem i-MiEV zeigten: Als Stadtauto ist der Elektro-Mitsubishi perfekt – wenn man in einem Haus wohnt oder am Arbeitsplatz Strom tanken kann. Im Mehrfamilienhaus wird’s kompliziert. Und sobald es aufs Land geht, braucht der i-MiEV-Fahrer einen Reiseplan und gute Nerven. Zwar gibt es Tausende von Tankstellen. Aber für die letzten 40 Kilometer zwei Stunden ans Netz? Nee. Doch das Problem ist ja hoffentlich bald gelöst. Bleibt der Luxus-Preis: 34 000 Euro sind definitiv zu viel. Es sei denn, der Staat gibt was dazu. Hoffentlich bald.

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