Test Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D

Test Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D

— 17.12.2007

Französisch für Anhänger

Plangemäß zündet Mitsubishi beim Outlander die nächste Stufe: ein stärkerer Diesel kommt. Es wurde der 2,2 Liter große PSA-Diesel adaptiert, der auch Citroën C-Crosser und Peugeot 4007 antreibt.

Es ist ungewöhnlich, wenn ein Auto, das erst ein paar Monate auf dem Markt ist, schon wieder geändert wird. Der Mitsubishi Outlander ist so ein Fall. Als das Projekt des neuen Mittelklasse-SUV noch unter Mercedes-Herrschaft startete, durfte kein eigener Dieselmotor entwickelt werden, Mitsubishi musste ihn von einem Fremdhersteller beschaffen. Da fiel die Wahl auf VW und den gleichen Motor, der auch im Grandis verwendet wird. Erst später wurde die Kooperation mit Peugeot/Citroën vereinbart. Die Franzosen verkaufen nun abgewandelte Outlander, wollten aber darin aus naheliegenden Gründen kein VW-Triebwerk haben, wo sie doch selbst einen geeigneten Motor im Sortiment führen.

Bessere Fahrleistungen als das VW-Aggregat

Nach Abnehmen der "DI-D"-Verkleidung sieht man den Peugeot-Motor.

So wurde der 2,2 Liter große PSA-Diesel adaptiert; er treibt Citroën C-Crosser und Peugeot 4007 an – und hat gegenüber dem VW-Pumpe-Düse-Aggregat vor allem den Vorteil der höheren Laufkultur. Und weil dies mutmaßlich auch die komfortbewussten Käufer des Original-Outlander zu schätzen wissen, gibt es den französischen Diesel nun auch im Mitsubishi. Der mit einem geregelten Rußfilter ausgerüstete Motor überzeugt hinter dem Drei-Diamanten-Grill naturgemäß ebenso wie hinter dem Doppelwinkel oder dem Löwenkopf. Er zieht gleichmäßiger und leiser durch, ist spürbar stärker und ermöglicht so merklich bessere Fahrleistungen als das VW-Aggregat. Allerdings verbraucht der Common-Rail-Franzose etwas mehr Diesel als die deutsche Pumpe-Düse-Version. Zu haben ist der 16 PS stärkere, bei Mitsubishi 2.2 DI-D genannte Motor nur in den beiden besten Ausstattungsversionen des Outlander: Intense und Instyle, beide serienmäßig siebensitzig. Die einfacheren, stets nur fünfsitzigen Versionen Inform und Invite behalten den 2.0 DI-D genannten VW-Diesel. Für alle Modelle können Dieselhasser nun auch einen Benzinmotor mit 170 PS aus 2,4 Liter Hubraum bestellen. Dabei ist im Intense anstatt der Fünfgangschaltung auch eine sechs Stufen vortäuschende CVT-Automatik zu haben, das Spitzenmodell Instyle 2.4 hat sie immer.

Technische Daten

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4-Zyl-Reihen-Turbodiesel, vorne quer • el. gest.
Common-Rail-Direkteinspr. • 4 Vent./Zyl. • 2179 cm3 • 115 kW (156 PS) bei 4000/min • 380 Nm
bei 2000/min • perm. Allradantrieb, el. gereg. Lamellenkuppl. manuell sperrbar, Heckantrieb
abschaltbar • 6-Gang-Schaltgetriebe o. Geländeuntersetzung • Einzelradaufh., Schraubenfed. v./h.• Scheibenbremsen v./h. • Reifen 225/55 R 18 • L/B/H 4640/1800/1720 mm • Radstand 2670 mm • Leergew. 1825 kg • Zulad. 585 kg • Anhängelast max. 2000 kg • 7 Sitze • Tankinh. 60 l • Normverbrauch 7,3 l/100 km Diesel • CO2-Ausstoß 194 g/km • Beschleun. 0–100 km/h in 9,9 s • Höchstgeschwindigkeit 200 km/h Preis Intense 34.990 EURO

Autor: Thomas Rönnberg

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