Test Musketier C-Crosser Select

Musketier C-Crosser Select Musketier C-Crosser Select

Test Musketier C-Crosser Select

— 17.12.2008

Kein stilles Wasser

Mit dem "Select" beweist Musketier tatsächlich ausgewählten Geschmack. Akustisch macht der sanftmütig dieselnde Musketier C-Crosser Select nicht gerade die große Welle. Optisch dafür umso mehr.

Musketier leidet kein bisschen unter der Finanzkrise: "Unser Tuningprogramm für den Citroën C1 ist gefragter denn je", erklärt Pressechef Oliver Wetz. Auch der getunte C-Crosser passt mit seinem genügsamen Dieselmotor gut in die Ära der neuen Bescheidenheit.

Karosserie/Qualität

Garantiert kein austauschbarer Mitsubishi-Outlander-Klon: Dank Musketier hebt sich der C-Crosser noch nachdrücklicher vom japanischen Verwandten ab. Das schnöde Plastikschwarz des Frontgrills wertet der Oberhausener Tuner mit vier Edelstahl-Querstreben auf. Ein zusätzlicher Unterfahrschutz-Bügel, Seitenschweller und zweifarbige 20-Zöller komplettieren den glänzenden Auftritt. Der Heckschürzenansatz hat eine Doppelfunktion: Er umrahmt den Auspuff und verdeckt das auffällig unter dem Auto hängende Reserverad.

Fahrfreude/Antrieb

Hektiker werden am Steuer des C-Crosser nicht glücklich: Der Citroën ist ein gemütlicher Geselle – ohne unangemessen schwerfällig zu sein. Ein Chiptuning erhöht die Leistung von 156 auf 185 PS, das maximale Drehmoment erstarkt von 380 auf bullige 450 Newtonmeter.

Fahrleistungen

Von null auf 100 km/h vermag das Fahrzeug nur zwei Zehntel auf das Serienfahrzeug zu gewinnen (9,6 statt 9,8 Sekunden). Die Verunglimpfung "Wanderdüne" tut dem Tuningauto aber unrecht: Bis 160 km/h kann sich das Fahrzeug beachtliche 4,5 Sekunden absetzen – benötigt statt 30,8 nur 26,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 206 km/h. Das sind stolze 7 km/h mehr, als das von AUTO BILD ALLRAD gemessene Serienfahrzeug rennt. Der Weg dorthin kommt einem jedoch recht lang vor.

Fahrwerk/Komfort

Ein Satz Sportfedern senkt den Citroën um 30 Millimeter ab. Er fährt sich trotzdem recht behäbig.

Preis/Kosten

Lediglich die 20-Zöller kommen etwas teurer. Alle anderen Preise liegen im Rahmen. Der Verbrauch fällt mit 7,8 Liter Diesel sogar extrem niedrig aus.

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Ben Arnold

Mit dem "Select" beweist Musketier tatsächlich ausgewählten Geschmack: Sein C-Crosser überflügelt das Serienfahrzeug in Auftritt und Fahrleistungen. Echte sportliche Qualitäten sind jedoch unverändert Fehlanzeige. Note 2-
Technische Daten Musketier C-Crosser Select
Motor R4, Turbodiesel, vorn quer
Hubraum 2179 cm³
Leistung 136 kW (185 PS) bei 4000/min
Literleistung 85 PS/ l
Drehmoment 450 Nm bei 1900/min
Antriebsart Allrad
Getriebe 6-Gang manuell
Bremsen vorn Scheiben, innenbelüftet
Bremsen hinten Scheiben
Räder vorn/hinten 9 x 20 Zoll
Reifen vorn/hinten 245/40 R20
Leistungsgewicht 9,9 kg/PS
Messwerte
0–100 km/h 9,6 s
60–100 km/h im 4. Gang 6,7 s
80–120 km/h im 5./6. Gang 9,5/12,3 s
Bremsweg aus 100 km/h (k./w.) 36,2/37,3 m
Höchstgeschwindigkeit 206 km/h
Testverbrauch auf 100 km 7,8 l Diesel
Leergewicht/Zuladung 1828/582 kg
Tuning
Leistungssteigerung 799 Euro
Tieferlegungsfedern 249 Euro
Radsatz 4249 Euro
Auspuff (inkl. Heckschürze) 1249 Euro
Edelstahl-Anbauteile 1198 Euro
Interieur Serie
Preis Testwagen 42.094 Euro

Autor: Ben Arnold

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