Test Nissan Qashqai+2

Nissan Qashqai+2 Nissan Qashqai+2

Test Nissan Qashqai+2

— 09.03.2009

Zugabe, Zugabe

Durch eine um 21 Zentimeter verlängerte Karosserie wird der neue Nissan Qashqai+2 zum günstigsten Allrad-Siebensitzer des Marktes. Er kann mit vielen Eigenschaften punkten, ist handlich, flott, geräumig und günstig im Unterhalt.

Am seit 2007 gebauten Qashqai verlängerte Nissan den Radstand um 135 mm, den Hecküberhang noch einmal um 65 mm. Neben dem getesteten Zweiliter-Benziner mit 141 PS gibt es auch einen gleich großen, von Konzernmutter Renault zugelieferten Turbodiesel mit 150 PS sowie günstigere Versionen ohne Allradantrieb.

Karosserie/Qualität

Die zusätzlichen 21 Zentimeter im Heck vergrößern nicht nur den Gepäckraum von 410 auf 550 Liter Volumen, sondern auch den Knieraum der Fondpassagiere auf ein deutlich angenehmeres Maß. Im gegenüber dem kurzen Qashqai um 2100 Euro erhöhten Preis ist auch eine dritte Sitzreihe serienmäßig enthalten, die aus dem Gepäckraumboden aufklappt. Dort reicht der Platz allerdings nur für kleine Leute, die mit stark angewinkelten Knien auf den tief montierten Sitzen kauern.

Fahrfreude/Antrieb

Weil der Qashqai nicht zu schwer geraten ist, kommen die 141 PS und 196 Nm des Zweiliter-Benziners prima klar. Für Schaltmuffel gibt es auch eine stufenlose Automatik, die aber die schon beim Schaltwagen bescheidene Anhängelast von 1400 kg auf 1200 kg schrumpfen lässt. Der zusätzliche Hinterradantrieb kommt per elektronisch geregelter Kupplung zwar zackig, aber an starken Anstiegen nicht konsequent genug, sodass die Vorderräder dennoch durchdrehen.

Fahrleistungen

Wenn man den Motor drehen lässt, rennt er richtig gut. Für die Höchstgeschwindigkeit ist reichlich Anlauf notwendig.

Fahrwerk/Sicherheit

Leichtfüßiges Fahrgefühl, auch dank der elektrischen Servolenkung. Ordentliche Bremsen, dazu sechs Airbags und ein serienmäßiges ESP.

Geländetauglichkeit

Größtes Problem ist weniger die Bodenfreiheit als die tiefe Frontschürze, die man schnell beschädigt.

Komfort

Ordentliche Sitze und Federung, ausreichende Dämmung.

Preis/Kosten

Der Qashqai lockt mit günstigem Preis, der eine Klimaanlage beinhaltet, sowie niedrigen Versicherungseinstufungen — jedenfalls als Benziner. Das gilt auch für den verlängerten +2.
Technische Daten Nissan Qashqai +2
Motor 4-Zyl.-Reihe, Benziner, vorn quer
Hubraum 1997 cm³
Leistung 104 kW (141 PS) bei 6000/min
Drehmoment 196 Nm bei 4800/min
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Reifen 215/60 R 17
Leergewicht/Zuladung 1612/577 kg
Leergewicht/Zuladung 1400/750 kg
Länge/Breite/Höhe 4525/1783/1646 mm
Bodenfreiheit 185 mm
Wattiefe 350 mm
Böschungswinkel vorn/hinten 19°/25°
Rampenwinkel 16°
Achsverschränkung/Index 150 mm/54 %
Kraftübertragung
Sechsgang-Schaltgetriebe ohne Geländereduktion, Allradantrieb perman. mit Lamellenkupplg., man. sperrbar (v:h 100:0 bis 57:43); Bremseingriff v+h
Messwerte
0–100 km/h 10,7 s
0–130 km/h 18,3 s
60–100 km/h im 5. Gang 13,6 s
80–120 km/h im 6. Gang 20,1 s
Höchstgeschwindigkeit 188 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 38,8/37,2 m
Normverbrauch/CO2-Ausstoß 8,6 l/205 g/km
Testverbrauch Ø (l/100 km) 9,4 Super
Kosten
Steuer/Jahr (Benziner, Euro 4) 135 Euro
Typklassen HPF/VK/TK 16/19/19
Grundpreis 25.340 Euro
Martin Braun

Martin Braun

Fazit

Superlative sind gut. Aber der preisgünstigste Allrad-Siebensitzer kann auch mit seinen Eigenschaften punkten: handlich, flott, geräumig, günstig im Unterhalt. Verwirrend: Extras fast nur in Paketen.

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