Test Opel Astra GTC 1.8 Edition

Test Opel Astra GTC 1.8 Edition

— 06.07.2006

Astra mit Aussicht

Opel hat den Durchblick: Ein Panoramadach sorgt fr ganz neue Perspektiven. Der 1495 Euro teure Spa hat aber auch Nachteile.

Das ist paradox: Wer im Opel Opel Astra GTC mehr Licht will, muss mit Schatten leben. Wie das? Mit der Panoramafrontscheibe fr 1495 Euro. Die Riesenscheibe erstreckt sich wie eine Flugzeugkanzel bis weit ber die Kpfe von Fahrer und Beifahrer. Ohne Verrenkungen kann man so Kirchturmspitzen oder hoch aufgehngte Schilderbrcken vorbeihuschen sehen. Einzig der wie freischwebend angepappte Innenspiegel strt den vllig freien Ausblick auf die hochstehende Mittagssonne. Dennoch: Der Ausblick in dieser fahrenden Freilichtbhne stimmt frhlich.

Nun aber zur dunklen Seite des Dachs: Leselampen und deren Verkabelung lassen sich natrlich nicht an der Innenseite der XXL-Scheibe befestigen. Auch einen beleuchteten Schminkspiegel, Fahrlichtsteuerung, Schummerlicht fr die Mittelkonsole gibt es im Panorama-GTC genausowenig wie Regensensor oder Abblendautomatik. Und ohne Klimaanlage (erst ab Edition serienmig) lsst es sich im schnell aufheizenden Astra- Innenraum kaum aushalten.

Ansonsten funktioniert das fahrende Glashaus wie ein normaler Astra mit drei Tren. Die Stodmpfer lassen sich gegen Aufpreis (IDS plus, 615 Euro) auf Knopfdruck straffen, aber bereits im Normalmodus ist das Fahrwerk gengend dynamisch eingestellt. Schade, da den Sitzen dieser sportliche Hauch fehlt, auf ihnen sitzt man zu hoch und nicht ausreichend gesttzt. Der 1,8-Liter-Vierzylindermotor mit 140 PS ist krftig und verhltnismig sparsam, bei hohen Drehzahlen aber brummig und anstrengend laut. Dafr vershnen die sauber einrastende Schaltung und eine schn direkte Lenkung.

Autor: Jan Horn

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