Test Peugeot 307 CC Sport HDi FAP 135

Peugeot 307 CC Sport HDi FAP 135 Peugeot 307 CC Sport HDi FAP 135

Test Peugeot 307 CC Sport HDi FAP 135

— 13.01.2006

Mit Diesel nein danke

Mit dem HDi-Motor geht der offene Peugeot keine glückliche Verbindung ein. Eine Testfahrt mit dem neuen Selbstzünder.

Keine blendende Schönheit

Es mußte ja so kommen. Was tut man, wenn man einen wunderbaren, laufruhigen Diesel im Programm hat und die Preise fürs Benzin steigen und steigen? Genau, man baut den sparsamen Selbstzünder in soviele Autos wie möglich ein – dachte sich Peugeot und montiert den Zweiliter-HDi nun auch in den 307 CC.

Der ist meiner Meinung nach nicht unbedingt eine blendende Schönheit. Bei seinem Debüt 2003 schrieben wir, er sehe geschlossen aus, als wolle er rückwärts fahren. Und das leicht ölig schimmernde Gold-Bronze-Metallic des Testautos bringt seine Schattenseiten, vor allem das bullige, hohe Heck, nochmal richtig zur Geltung. Offen geht es schon besser – aber trotzdem: Die extrem flach stehende A-Säule zielt beim Ein- und Ausstieg permanent auf meine Schläfen, und vorn sitze ich dann eher unter als hinter der riesigen Frontscheibe. Das sollte in einem Cabrio anders sein. An Personen-Transport im Fond wage ich gar nicht zu denken, so eng ist es dort.

Aber vielleicht tue ich dem braven Peugeot auch Unrecht – schließlich verkauft er sich gar nicht schlecht, liegt in diesem Jahr bei uns auf Platz sechs der Cabrio-Bestenliste. Auf Platz eins tummelt sich übrigens sein kleiner Bruder 206+ CC.

Technische Daten, Kosten und Zeugnis

Der Diesel kompliziert das Verhältnis zum 307 aber wieder, auch wenn es nicht am Motor selbst liegt. Der HDi mit 136 PS und Rußpartikelfilter (FAP) treibt alle möglichen Peugeot und Citroën an und wurde auch von uns hochgelobt. Jedoch: In diesen 307 CC paßt er nicht. Dazu rappelt und dröhnt es zu kräftig unter der Haube, der Motor dieselt bis etwa Tempo 100 unüberhörbar. Erst bei höherem Tempo legt sich dann der Fahrtwind über diese Geräuschkulisse.

Mit geschlossenem Dach wird es besser – aber auch dann bleibt der 307 CC verhältnismäßig laut. Es ist, als ob irgendwo an Bord ein kleiner Hilfsdiesel läuft. Dazu knarrt und knistert die Karosserie – kein Wunder auch bei der stoßigen Federung.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Fahrleistungen gehen in Ordnung, der Verbrauch (7,8 Liter/ 100 km) sowieso, die Ausstattung ist äußerst komplett. So gesehen sind die 29.900 Euro für den Sport HDi 135 nicht zuviel. Mein Tip, wenn es denn der 307 CC sein soll: Mit Zweiliter-Benziner und 177 PS kostet er 29.300 Euro.

Hier ist Ihre Meinung gefragt

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Vergeben Sie eigene Noten für den Peugeot 307 CC Sport HDi FAP 135. Den Zwischenstand sehen Sie nach Abgabe Ihrer Bewertung.

Autor: Dirk Branke

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