Test Peugeot 407 Coupé V6 210

Peugeot 407 Coupé V6 210 Peugeot 407 Coupé V6 210

Test Peugeot 407 Coupé V6 210

— 14.02.2006

Eine reife Leistung

Ausgewogen und hochwertig kommt die jüngste Ausgabe des französischen Schönlings daher: Das neue Peugeot Coupé ist ein Geheimtip.

Glanzstück ist der V-Sechszylinder

Schluck! Wer in dieses Haifischmaul blickt, bekommt einen Tritt vom Pferd: Das ist doch ... ein Ferrari, oder? Doch statt des sich aufbäumenden Pferdes prangt ein Löwe zwischen den großen Scheinwerfern. Wie man sich täuschen kann. Das Peugeot 407 Coupé liegt so aggressiv auf der Straße, daß es flüchtige Betrachter mit einem Italo-Vollblut verwechseln. Anders als sein Vorgänger wurde das neue Coupé nicht bei Pininfarina, sondern in Eigenregie gezeichnet. Statt wie bisher in Italien wird es in Frankreich produziert.

Und es ist größer geworden: Mit 4,82 Meter Länge übertrifft das 407-Coupé die Limousine um 14 Zentimeter. Der Innenraum ist fast sechs Zentimeter länger als beim abgelösten 406-Zweitürer. Hinten verfügen Passagiere über ausreichend Knie- und Ellbogenfreiheit. Vorn ist das Ambiente so luftig und edel, daß es vor allem Genießer anspricht, die nicht mehr täglich in die Firma müssen. Eben eher etwas für die reifere Generation.

Glanzstück ist der V-Sechszylinder. Der Dreiliter leistet 211 PS und hängt gut am Gas, ohne dabei die Vorderachse zu überfordern. Antriebseinflüsse in der Lenkung sind kaum zu spüren. Und dann der sonore Klang: nicht zu laut, aber stets präsent und darum perfekt zugeschnitten auf den vornehm-sportlichen Charakter des Coupés. Mit einem Basispreis von 33.800 Euro (inklusive elektronisch geregelter Stoßdämpfer) liegt er weit unterhalb eines Mercedes CLK 280 (232 PS, ab 41.064 Euro).

Technische Daten, Preis und Wertung

Die getestete Platinum-Version kostet 36.900 Euro und beinhaltet sogar adaptives Bi-Xenon-Kurvenlicht, Rundum-Einparkhilfe, Ledersitze und allerlei Luxuszubehör. Für all das verlangt Mercedes saftige Aufpreise, und damit wird endgültig klar: Dieser Franzose ist ein Geheimtip.

Nicht so gut gelungen ist die Fahrwerkabstimmung. Das Coupé rollt stellenweise zu harsch ab; kurze Bodenwellen werden schlecht gefiltert. Das unpräzise Sechsgang-Schaltgetriebe macht die optionale Automatik (1500 Euro) fast unumgänglich. Nicht zu ändern ist leider die unpraktische Bedienung. Der Sitzheizungsregler liegt unsichtbar unterhalb der Polster, die Fensterheberschalter zu weit hinten in den riesigen Türen. Diese fühlen sich an, als seien sie mit Blei gefüllt. In dieser Wagenklasse gilt die Bezeichnung "schwer" eben noch als Auszeichnung und nicht als Manko.

Autor: Jörg Maltzan

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