Test Porsche Cayenne, Audi Q7, VW Touareg — 06.08.2007
Unter Brüdern
Die Konzernverflechtungen von VW, Audi und Porsche bescheren uns drei Geländewagen mit unterschiedlichem Charakter, aber auf gleicher Basis. Und als 3.6 V6 sogar mit dem gleichen Motor.
Der Cayenne schert nach der Karosserieproduktion aus
In seiner Grundversion baut der Porsche auf einen VW-Motor
Das gilt auch für den Cayenne, der also hier bei seiner Grundversion auf einen VW-Motor vertraut, während die stärkeren 4,8-Liter-V8-Motoren im Cayenne S und Cayenne Turbo aus dem Porsche-Werk Zuffenhausen zugeliefert werden. Der direkteinspritzende V6-Benziner startet in allen drei Autos überraschend rau, etwas kernig – ganz typisch für einen Direkteinspritzer mit einer für Benzinerverhältnisse hohen Verdichtung von 12:1. Das macht den Motor sparsamer, nähert ihn damit an aktuelle Diesel an, deren Verdichtungsverhältnis aus Abgasgründen inzwischen auf teilweise unter 16:1 gefallen ist.Die effizientere Verbrennung beschert Verbrauchswerte, die sich durchaus sehen lassen können. Mit einem solchen Motor sind die Zeiten vorbei, als ein Benziner-Geländewagen mit rund 2,4 Tonnen Leergewicht niemals unter 15 Liter/100 km zu bewegen war. Der Volkswagen-Sechszylinder drückt den Verbrauch im Alltag bei halbwegs vernünftiger Fahrweise auf gut 12 Liter/100 km. Selbstverständlich rauschen bei Dauervollgas auf der Autobahn 20 Liter durch. Auf der anderen Seite kratzen Sparwillige mit leichtem Gasfuß auch mal an der 10-Liter-Marke.
Den gesamten Artikel mit weiteren Infos und allen Technik- und Testtabellen können Sie hier bequem als PDF herunterladen – oder Sie klicken sich durch unsere Galerie!
Fazit von AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Martin Braun
Schön, dass trotz Gleichteile-Strategie und Konzernverflechtungen drei unterschiedliche Autos herauskommen – selbst dann, wenn der prinzipiell gleiche Motor eingebaut ist. Der Porsche spricht den agilen Fahrer an, verliert aber Punkte bei Komfort und durch den gut 2000 Euro höheren Preis. Bei beiden Kriterien punktet der VW und präsentiert sich als ausgewogener Kompromiss. Der Audi gefällt durch viel Platz und ist kaum teurer als der VW. Ohne Geländewertung wäre er der Sieger.Anzeige











